Schlagwort-Archive: Bibelmuseum

Septuaginta

septuaginta

Die Juden von Alexandria hatten ein Problem. Seit Generationen gab es bereits eine ansehnliche Kolonie von ihnen in der Metropole am Nildelta. Im zweiten Jahrhundert vor Christus lebten sie als geachtete Minderheit unter den Ägyptern. Wie die meisten Bürger der Stadt sprachen sie Griechisch; nur wenige beherrschten noch Hebräisch, die Sprache der Väter. So gingen auch die Lesungen am Sabbat in der Synagoge über ihre Köpfe hinweg. Sollte die Heilige Schrift nicht jegliche Bedeutung für sie verlieren, dann mußte eine Übersetzung her. Eine Anzahl jüdischer Gelehrter stellte sich dieser Aufgabe.

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Vulgata

hieronymus

Auch im Westen des Römischen Reiches stießen die Missionare auf Sprachgrenzen. In Rom sprachen die Gebildeten seltsamerweise Griechisch, deshalb konnte Paulus den Römerbrief auf griechisch abfassen. Aber in Spanien und Nordafrika war Latein die Umgangssprache. So entstanden schon um das Jahr 150 erste Übersetzungen ins Lateinische. Bald war das Problem nicht mehr das Fehlen einer Übersetzung, sondern zu viele Übersetzungen, die voneinander abwichen und teilweise auch fehlerhaft waren.

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Zur Entwicklung der Schlachter-Bibel

Schlachter MiniaturbibelSeitdem die von Gott gesegnete Schlachter-Bibel erstmals im deutschsprachigen Raum erschien, hat sie eine Entwicklung durchgemacht, die nur wenigen bekannt ist.

Die erste Ausgabe – die berühmte Miniatur-Bibel – erschien 1905. Revolutionär war das schlanke, dünne Format, das in jede Jackentasche passte. Im Jahre 1907 folgte dann eine Großdruckausgabe, die sogenannte “Hausbibel”. Wesentliches Merkmal der ursprünglichen Schlachter-Bibel war, daß der Bibeltext fortlaufend gesetzt war und der Textfluss lediglich bei einer Änderung der Thematik bzw. bei einem neuen Grundgedanken durch Sinnabschnitte unterbrochen wurde. Im AT hatte diese Ausgabe – analog der Elberfelder-Bibel – vereinzelt auch den alttestamentlichen Gottesnamen mit Jehova wiedergegeben.

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Vollständige Bibel in 475 Sprachen verfügbar

foreignbibles

Laut Weltverband der Bibelgesellschaften (Reading/England) gibt es die gesamte Bibel in 475 Sprachen. Ganz oder in Teilen ist die Bibel in 2.538 Sprachen vorhanden. Weltweit sind über 6.500 Sprachen bekannt. Grundlage für diese Zahlen ist der „Scripture Language Report“ für das Jahr 2011. Die Statistik erfasst alle Sprachen, in denen mindestens ein Buch der Bibel veröffentlicht worden ist. Danach sind im Vergleich zum Vorjahr sechs Vollbibeln und neun Neue Testamente dazugekommen. Für die einzelnen Weltregionen ergeben sich folgende Zahlen (Stand: 01. 01.2012): Afrika 182 vollständige Bibelübersetzungen, Asien und Pazifik 186, Europa und Naher Osten 62, Nord- und Südamerika 44 sowie eine Übersetzung in der Kunstsprache Esperanto.

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Archäologie: Gihonquelle im Kidrontal

Gihonquelle

Die Ginhonquelle im Kidrontal war die einizige Wasserquelle Jerusalems. Da sie außerhalb der Stadtmauer lag, wurde sie durch massives Mauerwerk besonders gut geschützt. Dennoch war die Quelle die »Achillesferse« der Stadt. Es bestand die Gefahr, dass Feinde die lebensnotwendige Wasserzufuhr unterbinden. Schon die Jebusiter hatten ein Tunnelschachtsystem angelegt, das in Kriegszeiten einen geschützten Zugang zur Gihonquelle bot. Man stieg innerhalb der Stadt in den Tunnel hinab, der unter der Stadtmauer – für Feinde von außen nicht sichtbar – bis zur Quelle führte.

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Wo war die Auferweckung von Jesus Christus?

Grab Jesu

Wo befinden sich die Stätten von Kreuzigung und Auferweckung Jesu Christi? Immer wieder tauchen um die historischen Orte die verschiedensten Legenden und Theorien auf. Dabei stellt sich bei den neuesten Forschungen heraus, dass der neutestamentliche Bericht ein erstaunlich genauer Ausgangspunkt für die Suche ist: Demnach wurde Jesus nach einem Weg durch die Stadt außerhalb der Stadtmauer von den Römern ans Kreuz geschlagen. Die Lage wird vom Evangelisten Johannes genau benannt:

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