Schlagwort-Archive: Hölle

C.S. Lewis über die Hölle

Es gibt keine Lehre, die ich lieber aus dem Christentum tilgen möchte als diese – wenn es nur in meiner Macht läge. Aber sie wird sehr eindeutig durch die Heilige Schrift gestützt und vor allem durch die Worte unseres Herrn selbst; sie ist von der Christenheit niemals aufgegeben worden; und auch die Vernunft stimmt ihr zu. Wird ein Spiel gespielt, dann muß es auch möglich sein zu verlieren. Wenn das Glück eines Geschöpfes in der Selbsthingabe liegt, dann kann niemand sonst diese Hingabe vollziehen, außer das Geschöpf selbst (obwohl viele ihm helfen können, es zu tun); es ist aber auch möglich, sie zu versagen.

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Klaus Berger zur Dämonologie

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Ein Plädoyer für die Auseinandersetzung mit den biblischen Texten

Die Kirchen haben sich keinen Gefallen getan, als sie Teufel und Dämonen ad acta legten. Denn der Heiligen Schrift sind sie durchaus wichtig.

Mit dem Teufel ist es manchmal wie mit einem Wrack vor einer Insel, das nur bei extremer Ebbe sichtbar wird. Dann kondensiert sich die Erfahrung auf eine fast personenhafte Figur – auch übrigens angesichts überragender Heiligkeit wie bei Jesus, jedenfalls also in extremen Situationen. Nach Ansicht der Bibel ist der Teufel am ehesten dort erfahrbar, wo sich Menschen zu einem gemeinsamen und sinnlosen Mord hinreißen lassen. Man kann die Wirkung des Teufels auch mit einer Seuche oder Sucht vergleichen, denn oft ist das Teuflische mehr als nur ein individuelles Vergehen.

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Der Glaube an Gut und Böse

Seit langer Zeit hoffe ich nicht mehr auf positive Veränderungen, die durch Revolutionen bewirkt werden könnten. Ich habe überhaupt kaum noch Hoffnungen, was die Zukunft der Menschheit angeht. Ich frage mich, ob die Apokalypse nicht schon morgen anbricht… Die Raserei, in der die Menschen sich gegenseitig abschlachten, ist vielleicht ein Anzeichen für eine in kurzer Zeit bevorstehende kollektive Selbstvernichtung … All das, was sich gegenwärtig abspielt, hat übrigens Johannes in der Apokalypse sehr klar vorausgesagt. Die Ideologien, so unterschiedlich sie sein mögen, setzen alle unterschwellig die selbstmörderischen Impulse in uns frei. Man denkt – bewußt – ‘Paradies’, unbewußt aber installiert man ‘die Hölle’ auf Erden…

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Warnungen vor der Hölle

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„Fürchtet vielmehr den, der Seele und Leib verderben kann in der Hölle!“

– Matthäus 10:28

Das »Feuer« ist eine der ersten Beschreibungen, die Johannes und der Herr Jesus für die Hölle gebrauchten (Matthäus 3,12; 7,19). Bevor wir in diesem Kapitel einige von Jesu weiteren Schilderungen der Hölle näher untersuchen, verschaffen wir uns einen Überblick, welche Wörter und Umschreibungen er für die unerlöste Existenz nach Tod und Auferstehung verwendete:

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Ronsdorf, Und die Toten leben doch

Und-die-Toten-leben-dochSchon der Titel „Und die Toten leben doch“ zeigt, dass das Buch sich als Antwort versteht. Ronsdorf definiert zunächst die Irrlehre, der er begegnet ist. Danach sei der Mensch nach seinem Tod nicht mehr existent – entweder sofort und für immer, oder bis zur Auferstehung. Später geht er auf die Ansicht ein, die Gottlosen werden nach einer gewissen Zeit der Strafe in der Hölle schließlich völlig und für immer „vernichtet“. Solchen Theorien stehen viele Bibelstellen entgegen.

Zu Beginn in Kapitel 1 wird das Thema eingebettet in die (dispensationalistische) Eschatologie des Autors und die Bedeutung des Alten Testaments im Vergleich zum Neuen. Ronsdorf stellt heraus, dass erst die Auferstehung Jesu tiefere Erkenntnis über das Leben nach dem Tod gebracht hat. Relevante Texte aus dem Alten Testament werden in ihrem jeweiligen Kontext betrachtet und dann ins Licht des Neuen Testaments gestellt. Insbesondere das Buch Prediger betrachtet die Welt „unter der Sonne“ und bleibt in seinen Aussagen bei der diesseitigen Perspektive. Ronsdorf schreibt weiter über Herkunft und Wesen des Todes, Schöpfung, Sünde und Erlösung, um schließlich im großen Kapitel 2 (S.37-145) auf die Frage einzugehen: Was kommt nach dem Tod?

Folgende Bibelstellen helfen ihm bei der Suche nach einer Antwort:

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Der Teufel – Wie steht es mit dem Bösen?

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»Alle Leute sagen, es gäbe keinen Teufel, es gäbe keinen Teufel. Kannst du mir sagen, wo die Angst herkommt? Kannst du mir sagen, wo die Sucht herkommt? Kannst du mir sagen, wo die Lust herkommt?« In diesem Lied geht es um den Teufel und sein Wirken. Was findet sich in der Bibel zu dem Thema? Dort wird keine Lehre über den Teufel, auch Satan genannt, entfaltet, und über seinen Ursprung wird keine genaue Aussage gemacht.

Doch wer die Bibel liest, entdeckt, dass der Satan ein willentlich handelndes und zudem intelligentes Wesen ist. Zweifelsohne gibt es »das Böse«. Auch dass es seinen Sitz im Herzen des Menschen hat, wird von vielen gesehen, was unter anderem auch in der Bibel steht. Doch ist damit das Geheimnis gelüftet?

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Wie wird es in der Hölle sein?

Deppe_Hoelle„Früher hatten die Leute Angst vor der Hölle; heute haben die Pfarrer Angst, über die Hölle zu predigen.“ (S. 20) Das vorliegende Buch ist ein Gegenpol dieser Entwicklung. Es behandelt die Aussagen der Bibel zu dem Thema, zum Großteil davon die Überlieferungen von Jesus Christus. Dabei wird die Existenz der Hölle nicht diskutiert, sondern vorausgesetzt, denn Jesus hat das ebenso getan. Im Umkehrschluss gilt: „Wer die Hölle leugnet, macht Jesus zum Lügner.“ (S.13)

Im Innersten wissen die Menschen, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. Dieses Wissen um die Ewigkeit wurde ihnen von ihrem Schöpfer „ins Herz gelegt“. (Prediger 3:11) So erklären sich auch die Lehren von einer Hölle in den anderen Religionen, worauf der Autor kurz eingeht. Der Abschnitt zum Islam ist interessant: „In der islamischen Hölle gibt es sieben verschiedene Grade der Bestrafung, unter anderem wird man so lange herumgedreht, bis die ganze Haut abgeschürft ist, und dann bekommt man eine neue Hülle, damit der ganze Prozess von vorn beginnen kann. Im Koran wird die Hölle beschrieben als Feuer, dessen Brennstoff die Verdammten sind und das siebzig Mal so heiß ist wie irdisches Feuer. Die Verdammten werden gequält mit Speisen und Getränken, die heiß sind wie geschmolzenes Erz und mit Kleidern aus flüssigem Kupfer und Teer.“

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Hölle: Ewige oder zeitlich begrenzte Strafe?

„Und der Rauch ihrer Qual steigt auf von Ewigkeit zu Ewigkeit…“

Offb 14,11 hatte uns mit der Frage nach der Dauer der Strafe im endzeitlichen Gericht konfrontiert. Die Formulierung dort lautet relativ kurz: Der Rauch ihrer Qual steigt auf von Ewigkeit zu Ewigkeit. Hermann Sasse hat darauf hingewiesen, dass der Plural bei αἰών [aion] „den eigentlichen Begriff der Ewigkeit“ zum Ausdruck bringt. Normalerweise treffen wir hier in der Offenbarung auf die Wendung εἰς τοὺς αἰώνας τῶν αἰώνων [eis tus aionas ton aionon] (vgl. 1,18; 4,910, 5,13; 10,6; 15,7; 19,3, 20,10; 22,5). In Offb 14,11 ist diese Wendung jedoch leicht abgewandelt: εἰς αἰῶνας αἰώνων [eis aionas aionon]. In Offb 14,11 fehlen also die Artikel. Kann man daraus den Schluss ziehen, dass hier doch keine Ewigkeit im strengsten Sinn gemeint sei, also eine zeitlich begrenzte Strafe angedeutet sei? Bengel, der in seinem Kommentar für solche philologischen Einzelheiten äußerst sensibel war, hat auffallenderweise diese Konsequenz nicht gezogen. Er hielt daran fest, dass es „eine ewige und … ununterbrochene Qual“ sei.

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