Schlagwort-Archive: Weisheit

Raus aus der Hektik – biblische Weisheit

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Wir leben im Computerzeitalter, die neuesten und aktuellsten Informationen sind per Mausklick zu haben. Ein gutes Buch wird immer seltener gelesen. Stattdessen sind wir ständig auf dem neuesten Stand und haben Angst, irgend etwas zu verpassen. Nichts ist älter als die Zeitung von gestern, so der Volksmund. Hinzu kommt der Konkurrenzdruck, der andere könnte schneller sein und wir bleiben am Ende auf der Strecke. Im folgenden ein praktischer Beitrag zur Entschleunigung. Gleichzeitig ein Plädoyer, umzudenken und seinen Lebensstil zu hinterfragen.

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Johannes Calvin über Weisheit

All unsere Weisheit, sofern sie wirklich den Namen Weisheit verdient und wahr und zuverlässig ist, umfaßt im Grunde eigentlich zweierlei: die Erkenntnis Gottes und unsere Selbsterkenntnis. Diese beiden aber hängen vielfältig zusammen, und darum ist es nun doch nicht so einfach zu sagen, welche denn an erster Stelle steht und die andere aus sich heraus bewirkt. Es kann nämlich erstens kein Mensch sich selbst betrachten, ohne sogleich seine Sinne darauf zu richten, Gott anzuschauen, in dem er doch „lebt und webt“ (Apg. 17,28).

Denn all die Gaben, die unseren Besitz ausmachen, haben wir ja offenkundig gar nicht von uns selber. Ja, selbst unser Dasein als Menschen besteht doch nur darin, daß wir unser Wesen in dem einigen Gott haben (nihil aliud … quam in uno Deo subsistentia)! Und zweitens kommen ja diese Gaben wie Regentropfen vom Himmel zu uns hernieder, und sie leiten uns wie Bächlein zur Quelle hin.

– Johannes Calvin, „Institutio“

Der englische König Heinrich VIII.

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Der englische König Heinrich VIII. lebte von 1491 bis 1547 und regierte sechsunddreißig Jahre in despotischer Weise. Von seinen sechs Frauen ließ er einige umbringen. Keiner wagte es, dem König die Wahrheit zu sagen, alle heuchelten Unterwürfigkeit. Nur der Hofnarr sagte in verschrobenen Worten dem König die Meinung. Wenn es dem König nicht gefiel, dann lachte er und sagte: „Du bist eben ein Narr“ – und alle bei Hofe lachten mit.

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In Kriegszeiten stellen wir andere Fragen

Krieg„Von Natur aus neige ich dazu, dieselben Dinge zu lieben wie die Welt. Ich beginne mich anzupassen. Allmählich liebe ich, was die anderen lieben, und nenne die Erde mein «Zuhause». Bevor ich mich versehe, nenne ich Luxus ein «Bedürfnis» und gehe mit meinem Geld genauso um wie die Ungläubigen. Ich vergesse den Krieg und denke nicht mehr daran, dass Menschen umkommen. Mission und unerreichte Völker schleichen sich aus meinen Gedanken heraus.

Ich höre auf, vom Sieg der Gnade zu träumen. Ich verfalle in eine weltliche Haltung, die zuerst auf das schaut, was der Mensch tun kann – und nicht auf Gott. Es ist eine schreckliche Krankheit! Und ich danke Gott für jene, die mich immer wieder zu einem Leben wie in Kriegszeiten zwangen.

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Unverständlich

»Sie fürchten die allerleichtesten Dinge, sie sehen sie voraus, sie ahnen sie. Und derselbe Mensch, der so viele Tage und Nächte hinbringt in Wut und Verzweiflung über den Verlust eines Amtes, über irgendeine eingebildete Beleidigung seiner Ehre – er ist der gleiche, der ohne Unruhe und Erregung weiß, dass er durch den Tod alles verlieren wird.«

– Blaise Pascal

Dieses Glas ist euer Leben

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Ein Philosophieprofessor stand vor seiner Klasse und hatte vor sich auf dem Tisch einige Gegenstände liegen. Da waren unter anderem ein leeres Glas und eine Kiste mit Sand. Zu Beginn des Unterrichts nahm er wortlos das sehr große, leere Mayonnaiseglas und begann, es bis zum Rand mit Steinen zu füllen. Dann fragte er die Studenten, ob das Glas voll sei. Die Studenten bejahten.

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Was ist der wahre Grund für den Unglauben der Menschen?

Augen Kind

„Zu der Zeit fing Jesus an und sprach: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du dies den Weisen und Klugen verborgen hast und hast es den Unmündigen offenbart.“

– Matthäus 11, Vers 27

Was ist eigentlich der wahre Grund für den Unglauben? Man wird dafür keinen bestimmten Grund ausmachen können, dazu sind die Menschen viel zu unterschiedlich – aber eines scheint mir persönlich klar zu sein: Die Menschen wollen niemanden mehr über sich haben! Vor allem keinen Gott, der ihr Leben in der Hand hat und dem sie vielleicht einmal Rechenschaft geben müssen.

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10 Punkte über wahre Demut Gott gegenüber

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„Ich will aber den ansehen, der demütig und zerbrochenen Geistes ist und der zittert vor meinem Wort.“ (Jesaja 66,2)

Wahre Demut Gott gegenüber zeigt sich erstens dadurch, dass wir offen und ehrlich zugeben vor Gott unbedeutend und sündig zu sein.

Zweitens zeigt sich Demut Gott gegenüber dadurch, dass man sich niemals auf sich selbst verlässt, sondern sich in allen Dingen vollständig von Gott abhängig macht.

Drittens zeigt sich wahre Demut Gott gegenüber dadurch, dass wir auf jede Anerkennung für unsere guten Taten verzichten und Gott die ganze Ehre für alles Gute geben.

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Wer braucht hier wen?

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Ein erfahrener Seelsorger kam an das Krankenbett eines jungen Pfarrers, den eine Krankheit bis an den Rand des Todes gebracht hatte. Entgegen allen Erwartungen schien er wieder gesund zu werden. Als sein Besucher sich darüber von Herzen freut und den Genesenden auf seine künftige Wirksamkeit hinweist, entschlüpfen diesem die Worte:

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Von der Dummheit

Dummheit ist ein gefährlicherer Feind des Guten als Bosheit. Gegen das Böse läßt sich protestieren, es läßt sich bloßstellen, es läßt sich notfalls mit Gewalt verhindern. Das Böse trägt immer den Keim der Selbstzersetzung in sich, indem es mindestens ein Unbehagen im Menschen zurückläßt. Gegen die Dummheit sind wir wehrlos.

Weder mit Protesten noch durch Gewalt läßt sich hier etwas ausrichten; Gründe verfangen nicht; Tatsachen, die dem eigenen Vorurteil widersprechen, brauchen einfach nicht geglaubt zu werden – in solchen Fällen wird der Dumme sogar kritisch -, und wenn sie unausweichlich sind, können sie einfach als nichtssagende Einzelfälle beiseite geschoben werden.

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Auf den Verstand verzichten?

Denker„Verlass dich auf den HERRN von ganzem Herzen, und verlass dich nicht auf deinen Verstand, sondern gedenke an ihn in allen deinen Wegen, so wird er dich recht führen. Dünke dich nicht weise zu sein, sondern fürchte den HERRN und weiche vom Bösen.“

– Sprüche 3, Verse 5 bis 7

Unseren Verstand halten wir, und das völlig zu Recht, für etwas sehr Wichtiges, Wertvolles und Unverzichtbares. Von jemandem zu sagen, dass er unverständig ist und ohne Verstand handelt, ist ein geradezu vernichtendes Urteil. Fordern die heutigen Verse dazu auf, unseren Verstand aufzugeben und damit unverständig zu handeln?

Das ganz gewiss nicht, aber Verstand ist nicht gleich Verstand. Die heutigen Verse warnen davor, den eigenen menschlichen Verstand absolut zu setzen und damit zum Maß aller Dingen zu machen. Diese Warnung ist umso dringlicher, als durch die Aufklärung die Vernunft zur Göttin erklärt wurde und man sich nach wie vor, wenn auch mehr unbewusst, an dieser Göttin orientiert. Und das ist Götzendienst.

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Smalltalk

Ich halte den oberflächlichen Ton des Small Talks für den einzig angemessenen Ton, um mit der Komplexität und den Paradoxien unseres Daseins umzugehen, weil Small Talk die einzige Tonart ist, die mit eleganter Demut die eigene Ahnungslosigkeit einräumt.

Alexander von Schönburg