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Jesus der Sohn Gottes

Johannes der Täufer predigte: „Tut Buße! Denn das Reich der Himmel ist nahe gekommen.“ (Matthäus 3:2) Die Menschen kamen zu ihm und erkannten: ‚Gott hat Recht! Ich bin ein Sünder!‘ Sie bekannten ihre Schuld und wurden getauft.

Die Menschen kannten die Zehn Gebote, und „wer das ganze Gesetz hält, aber in einem strauchelt, ist aller Gebote schuldig geworden.“ (Jakobus 2:10)

Um alle Gerechtigkeit zu erfüllen, kam auch Jesus selbst zu Johannes und ließ sich taufen, obwohl Er im Unterschied zu den anderen kein Sünder war. „Und als Jesus getauft war, wurden Ihm die Himmel geöffnet, und Er sah den Geist Gottes wie eine Taube herabfahren und auf sich kommen. Und siehe, eine Stimme kommt aus den Himmeln, welche spricht:

„Dieser ist mein geliebter Sohn.“ (Matthäus 3:16f.) Und Johannes der Täufer bestätigt: „Und ich habe gesehen und habe bezeugt, dass dieser der Sohn Gottes ist.“ (Johannes 1:34)

 29 – Jesu Geburt  30 – Jesus der Sohn Gottes  31 – Die Versuchung Jesu

Die Versuchung Jesu

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Im Anfang versuchte Satan den Adam, gegen Gott zu rebellieren. Nun versuchte Satan auch Jesus, gegen Gott, seinen Vater, zu rebellieren.

Jesus war ein Mensch, Er hatte Hunger. Satan versuchte Ihn: „Sprich, dass diese Steine Brot werden!“ (Matthäus 4:3) Doch Jesus gehorchte Satan nicht, sondern folgte nur den Worten und dem Willen Gottes, des Vaters. Jesus widerstand dem Teufel.

Daraufhin verdrehte Satan Gottes Wort und versuchte Jesus auf dem Tempeldach: „Wirf Dich hinab!“ Es steht geschrieben, die Engel „werden Dich auf den Händen tragen.“ (Matthäus 4:6; Psalm 91:11) Doch Jesus brauchte Gott und seine Treue nicht zu testen, sondern vertraute einfach den Worten seines Vaters.

Schließlich zeigte Satan „Ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit und sprach zu Ihm: ‚Dies alles will ich Dir geben, wenn Du niederfallen und mich anbeten willst.‘“ (Matthäus 4:8f.)

Als Luzifer gegen Gott rebellierte, folgten ihm viele Engel. Als er Adam täuschte, bekam er die Kontrolle über die Menschheit. Satan wurde „Fürst dieser Welt“ (Johannes 12:31), der „Gott dieser Welt“, der „den Ungläubigen den Sinn verblendet hat.“ (2. Korinther 4:4)

Doch Jesus fiel nicht nieder vor Satan. Jesus ist der Sohn Gottes. Er ist Gott der Sohn, der dreieinige Gott selbst, erhaben und allmächtig. Er hat „die Schlüssel des Todes und des Hades“, und bald wird der Teufel „in den Feuer- und Schwefelsee geworfen, von Ewigkeit zu Ewigkeit.“ (Offenbarung 1:18, 20:10)

Adam wurde versucht und rebellierte gegen Gott – doch als Jesus vom Teufel versucht wurde, widerstand Er, blieb Gehorsam und ohne Sünde.

 30 – Jesus der Sohn Gottes 31 – Die Versuchung Jesu 32 – Jesu Vollmacht

Jesu Vollmacht

Bild: Christus lehrend, oder “La petite tombe”, Rembrandt (1606-1669)

Nachdem Johannes der Täufer ins Gefängnis geworfen wurde, in dem er später von König Herodes getötet wurde, begann Jesus zu predigen: „Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist nahe gekommen. Tut Buße und glaubt an das Evangelium!“ (Markus 1:15)

In den Synagogen predigte Jesus mit Vollmacht, und sie „erstaunten sehr über seine Lehre.“ (Markus 1:22) Als ein Besessener Jesus sah, schrie er: „Was haben wir mit Dir zu schaffen, Jesus, Nazarener? Bist Du gekommen, uns zu verderben? Ich kenne Dich, wer Du bist: Der Heilige Gottes.“ (Markus 1:24) Menschen und Geister erkannten Jesus den Sohn Gottes.

Jesus befahl den Dämonen, zu verstummen und von dem Mann auszufahren, und der unreine Geist verließ den Mann. Jesus hat Autorität über Satan und seine Dämonen.

Einige Zeit später kam ein Aussätziger zu Jesus. Er kannte und glaubte Jesus, kniete nieder und bat Ihn: „Wenn Du willst, kannst Du mich reinigen.“ (Markus 1:40) Jesus war innerlich bewegt und heilte den Mann.

Jesus Christus ist der Sohn Gottes. Er spricht: „Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden.“ (Matthäus 28:18) Er ist der Einzige, der uns heilen und vor Satan und dem ewigen Gericht bewahren kann. Jesus Christus will dich retten!

 31 – Die Versuchung Jesu 32 – Jesu Vollmacht 33 – Wiedergeburt

Wiedergeburt

Bild: „Jesus Christ instructing Nicodemus“, in „Bible Reading For The Home Circle“ (1888)

Eines Tages kam Nikodemus zu Jesus, weil er wusste, dass Jesus ein Lehrer ist, „der von Gott gekommen ist.“ (Johannes 3:2) Jesus lehrte ihn: „Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen.“ (Johannes 3:3)

Als Nachkommen Adams wurden wir in das Reich Satans hineingeboren. Wir sind als Sünder geboren. Die Kirche spricht von ‚Ursünde‘ oder ‚Erbsünde‘. Um dem Gericht zu entkommen, müssen wir ein zweites Mal geboren werden. Wir müssen aus Geist – von Gott – geboren werden, so dass wir Kinder Gottes sind. (Johannes 1:12f.; 3:5) Jesus lehrte ihn: „Wie Mose in der Wüste die Schlange erhöhte, so muss der Sohn des Menschen erhöht werden, damit jeder, der an Ihn GLAUBT, ewiges Leben habe.“ (Johannes 3:14f.)

In der Wüste murrten die Israeliten gegen Gott, und Gott strafte sie und sandte giftige Schlangen. Aus Gnade und Liebe befahl Er jedoch Mose, eine bronzene Schlange zu formen und auf einer Stange zu befestigen, so dass jeder, der Gott vertraute und auf diese Schlange sah, überleben konnte. (4. Mose 21:4-9)

Wenn wir auf Jesus Christus vertrauen, wie die Israeliten damals auf die Schlange sahen, haben wir „ewiges Leben und kommen nicht ins Gericht.“ Wir sind „aus dem Tod in das Leben übergegangen.“ (Johannes 5:24)

Als Kinder Gottes haben wir „den Geist empfangen, der aus Gott ist, damit wir die Dinge kennen, die uns von Gott geschenkt sind.“ (1. Korinther 2:12)

 32 – Jesu Vollmacht 33 – Wiedergeburt 34 – Glaube und Unglaube

Glaube und Unglaube

Eines Tages brachten sie eine Gelähmten zu Jesus, und als Er „ihren Glauben sah“, sagte Er: „Kind, deine Sünden sind vergeben.“ (Markus 2:5) Einige Lehrer des Gesetzes dachten: „Er lästert Gott. Wer kann Sünden vergeben außer einem, Gott?“ (Markus 2:7) Sie glaubten nicht, dass Jesus der Sohn Gottes ist.

Um seine Vollmacht zu demonstrieren, sprach Jesus zu dem Gelähmten: „‘Steh auf, nimm dein Bett auf und geh in dein Haus!‘ Und er stand auf, nahm sogleich das Bett auf und ging vor allen hinaus.“ (Markus 2:11f.)

Eines Sabbats ging Jesus in die Synagoge und traf einen Mann mit einer verdorrten Hand. „‘Steh auf und stell dich in die Mitte! Strecke deine Hand aus!‘ Er streckte sie aus und seine Hand war wieder gesund.“ (Markus 3:3.5) Daraufhin beschlossen die Pharisäer, Jesus umzubringen.

„Auch viele andere Zeichen hat nun zwar Jesus vor den Jüngern getan, die nicht in diesem Buch (in der Bibel) geschrieben sind. Diese aber sind geschrieben, damit ihr GLAUBT, dass Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben Leben habt in seinem Namen.“ (Johannes 20:30f.)

Doch die Pharisäer glaubten nicht. Sie sagten: „Wir haben ein Gesetz, und nach dem Gesetz muss Er sterben, weil Er sich selbst zu Gottes Sohn gemacht hat.“ (Johannes 19:7)

Jesus erwählte zwölf Jünger, gewöhnliche Menschen. (Markus 3:13ff.) Doch Er wusste auch und sagte ihnen vorher: „Einer von euch wird mich überliefern.“ (Markus 14:18)

 33 – Wiedergeburt  34 – Glaube und Unglaube  35 – Jesus der Schöpfer

Jesus der Schöpfer

Bild: Jesus walking by the Sea of Galilee, calling Peter and Andrew, Harry Anderson (1906-1996) // dst-corp.com

Als Jesus und seine Jünger den See in einem Boot überquerten, kam ein großer Sturm auf, und „die Wellen schlugen in das Boot, so dass das Boot sich schon füllte.“ (Markus 4:37) Doch Jesus schlief. „Lehrer, kümmert es Dich nicht, dass wir umkommen?“, fragten die Jünger. Da bedrohte Jesus den Wind: „‘Schweig, verstumme!‘ Und der Wind legte sich, und es entstand eine große Stille.“ (Markus 4:38f.)

Jesus ist Gott der Sohn, „in Ihm ist alles in den Himmeln und auf der Erde geschaffen worden, das Sichtbare und das Unsichtbare.“ (Kolosser 1:16) So wie Gott das Meer teilte und Israel aus Ägypten fliehen konnte, so konnte Jesus auch die Wellen beruhigen. Gott schuf den Wind und das Meer.

Als sie am anderen Ufer des Sees ankamen, trafen sie einen von Dämonen besessenen Mann, der in den Grabstätten wohnte. Wenn die Menschen ihn mit Ketten fesseln wollten, wurden „die Ketten von ihm in Stücke zerrissen und die Fußfesseln zerrieben. Nacht und Tag war er in den Grabstätten und auf den Bergen und schrie und zerschlug sich mit Steinen.“ (Markus 5:4f.)

Gott erschuf alle Dinge. Er machte den Wind, die Ozeane und auch die Geistwesen. Jesus hatte alle Vollmacht und befahl den Dämonen: „Verlass diesen Mann, du unreiner Geist!“ (Markus 5:8) Und die Dämonen verließen ihn.

Als die Menschen kamen, um zu sehen was passierte, sahen sie „den Mann, der von der Legion Dämonen besessen gewesen war. Er saß ordentlich gekleidet da und war wieder bei Verstand.“ (Markus 5:15)

„Wenn euch also der Sohn befreit, dann seid ihr wirklich frei.“ (Johannes 8:36)

 34 – Glaube und Unglaube 35 – Jesus der Schöpfer 36 – Jesus das Brot des Lebens

Jesus das Brot des Lebens

© IngridHS, Fotolia

Jesus tat viele Zeichen an den Kranken, und eine große Menschenmenge folgte Jesus in der Hoffnung, physisches Heil zu empfangen. Als Jesus die Menge sah, nahm Er fünf Brote und zwei kleine Fische, brach sie, „sprach das Dankgebet und teilte an die Leute aus, so viel sie wollten.“ (Johannes 6:11) Es waren ungefähr 5.000 Männer dort, dazu ihre Frauen und Kinder. Als die Menge satt war, blieben zwölf Körbe voll Brot übrig.

Jesus ist Gott der Allmächtige, und die Menschen verstanden und sagten: „Das ist wirklich der Prophet, der in die Welt kommen soll“, und sie wollten „kommen und ihn ergreifen, um ihn zum König zu machen.“ (Johannes 6:14f.)

Die Jünger stiegen in ein Boot und fuhren auf dem See in Richtung Kapernaum. Etwas später kam Jesus zu ihnen und sie sahen, „wie Jesus über den See ging.“ (Johannes 6:19) Jesus erschuf den See, daher war es nicht schwer für Ihn, auf ihm zu gehen. Am nächsten Tag stiegen die Menschen „in die Boote und kamen nach Kapernaum und suchten Jesus.“ (Johannes 6:24) Sie wollten Ihn aus weltlichen Interessen zu ihrem König machen, doch Gott wollte ihnen das ewige Leben bringen.

Jesus lehrte die Menschen: „Ihr sucht mich, weil ihr von den Broten gegessen habt und gesättigt worden seid. Wirket nicht für die Speise, die vergeht, sondern für die Speise, die da bleibt ins ewige Leben, die der Sohn des Menschen euch geben wird! Ich bin das Brot des Lebens: Wer zu mir kommt, wird nicht hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr dürsten. Ich bin das lebendige Brot, das aus dem Himmel herabgekommen ist; wenn jemand von diesem Brot isst, wird er leben in Ewigkeit. Das Brot aber, das ich geben werde, ist mein Fleisch für das Leben der Welt.“ (Johannes 6:26f.35.51)

Da sagten einige der Jünger: „Diese Rede ist hart. Wer kann sie hören?“, und „von da an gingen viele seiner Jünger zurück und gingen nicht mehr mit Ihm.“ (Johannes 6:60.66) Und „die Juden suchten Ihn zu töten.“ (Johannes 7:1)

 35 – Jesus der Schöpfer 36 – Jesus das Brot des Lebens 37 – Die Pharisäer

Die Pharisäer

Bild: Juden in der Synagoge, Rembrandt (1606-1669)

Die Pharisäer waren die Lehrer des Gesetzes, das Gott Mose und seinem Volk Israel in der Wüste am Berg Horeb gegeben hatte. Neben dem Gesetz Gottes lehrten sie die Menschen noch mehrere hundert andere Regelungen und Prinzipien, denen sie folgen sollten, davon 39 Verbote am Sabbattag.

Sie waren sehr stolz auf ihre Taten und fragten Jesus: „Warum leben deine Jünger nicht nach der Überlieferung der Ältesten?“ (Markus 7:5) Jesus sagte über die Pharisäer dasselbe wie schon Jesaja 700 Jahre zuvor prophezeite: „Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist weit entfernt von mir.“ (Markus 7:6)

Die Pharisäer gaben gerne Geld an die Armen vor den Augen der Menschen, und sie beteten gerne laut in der Öffentlichkeit, so dass es jeder hören konnte. Sie waren stolze Menschen, und ihre Herzen waren gottlos, voller „Unzucht, Dieberei, Mord, Ehebruch, Habsucht, Bosheit, Arglist, Ausschweifung, Neid, Lästerung, Hochmut, und Torheit.“ (Markus 7:21f.)

Der Pharisäer betete: „Gott, ich danke Dir, dass ich nicht wie die anderen Menschen bin. Ich faste zweimal in der Woche und gebe dem Tempel den zehnten Teil meines ganzen Einkommens.“ Der Zöllner betete: „Gott, sei mir Sünder gnädig!“

Der Zweite „kehrte als Gerechter nach Hause zurück.“ (Lukas 18:11ff.)

 36 – Jesus das Brot des Lebens 37 – Die Pharisäer 38 – Die Verklärung Jesu

Die Verklärung Jesu

Die Verklärung Christi, Carl Bloch (1834-1890)

Jesus sagte über sich selbst, Er ist der Sohn Gottes. Einige Menschen dachten, Er sei Elia der Prophet oder Johannes der Täufer. „Was sagt ihr, wer ich bin?“, fragt Jesus. Petrus antwortet: „Du bist der Christus.“ (Markus 8:29)

Was sagst Du?

„Jesus nahm Petrus, Jakobus und Johannes beiseite und führte sie auf einen hohen Berg, aber nur sie allein. Und Er wurde vor ihren Augen verwandelt; seine Kleider wurden strahlend weiß, so weiß, wie sie auf Erden kein Bleicher machen kann. Da erschien vor ihren Augen Elija und mit ihm Mose und sie redeten mit Jesus.“ (Markus 9:2-4)

Als Elia und Mose vor einigen hundert Jahren auf der Erde lebten, vertrauten sie auf Gott. Daher nahm Gott sie in seinem Reich auf und rettete sie vor dem Gericht. Das ewige Leben im Himmel ist Realität. Elia und Mose leben auch heute noch in der Gegenwart Gottes.

„Da kam eine Wolke und warf ihren Schatten auf sie, und aus der Wolke rief eine Stimme: ‚Das ist mein geliebter Sohn; auf Ihn sollt ihr hören.‘ Als sie dann um sich blickten, sahen sie auf einmal niemand mehr bei sich außer Jesus.“ (Markus 9:7f.)

Jesus Christus ist der Sohn Gottes!

 37 – Die Pharisäer 38 – Die Verklärung Jesu 39 – Der eine Weg

Der eine Weg

(c) Zeltmacher, Almetal 2021

Schafhirten müssen manchmal ihre Heimat verlassen und weite Wege gehen, um eine Weide für die Herde zu finden. Nachts beschützt der Schäfer die Schafe, indem er sie an einem Ort sammelt, der von einer Mauer aus Steinen und Dornsträuchern umzäunt ist. Das Schafgehege hat nur einen Eingang, in dem der Hirte liegt. Innerhalb des Geheges sind die Schafe sicher, außerhalb davon gibt es Räuber und wilde Tiere.

Jesus sagt: „Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, so wird er errettet werden.“ (Johannes 10:9) Wenn Du durch diese Tür in das Reich Gottes trittst, bist Du sicher und geschützt. Außerhalb lebst Du im Gebiet Satans. Es gibt nur eine Tür!

Einige tausend Jahre zuvor baute Noah nur eine Arche, die nur eine Tür hatte! Als die Flut kam, gingen er und seine Familie durch diese eine Tür, und „der Herr schloss hinter ihm zu.“ (1. Mose 7:16) Noah war gerettet. Außerhalb der Arche starben alle Menschen.

Satan ist ein Lügner und Mörder, der nicht will, dass wir leben. Er bietet uns viele verschiedene Türen und Wege an, die „einem Menschen gerade erscheinen, aber zuletzt sind es Wege des Todes.“ (Sprüche 14:12) Jesus spricht: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich.“ (Johannes 14:6)

Jesus Christus ist der „gute Hirte, der sein Leben für die Schafe lässt.“ (Johannes 10:11) Zur Vergebung unserer Sünden starb Er am Kreuz für uns, genau wie Jesaja schon einige hundert Jahre zuvor über Jesus prophezeite: „Doch Er war durchbohrt um unserer Vergehen willen, zerschlagen um unserer Sünden willen. Die Strafe lag auf Ihm zu unserem Frieden, und durch seine Striemen ist uns Heilung geworden.“ (Jesaja 53:5)

 38 – Die Verklärung Jesu 39 – Der eine Weg 40 – Lazarus

Lazarus

Christus erhebt Lazarus, Rubens (1577-1640)

Lazarus aus Betanien war sehr krank. Doch obwohl Jesus ihn und seine Schwestern Maria und Marta sehr liebte, „blieb Er noch zwei Tage an dem Ort, wo Er war.“ (Johannes 11:6) Jesus wartete, bis Lazarus gestorben war. Seinen Jüngern sagte Er: „Lazarus, unser Freund, ist eingeschlafen; aber ich gehe hin, damit ich ihn aufwecke,

damit ihr GLAUBT.“ (Johannes 11:11.15)

Als Jesus nach Betanien kam, fand Er Lazarus „schon vier Tage in der Gruft liegen.“ (Johannes 11:17) Jesus traf Marta und Maria, die glaubten, dass Jesus „der Christus ist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll.“ (Johannes 11:27) Sie sagten zu Ihm: „Herr, wenn Du hier gewesen wärest, so wäre mein Bruder nicht gestorben.“ (Johannes 11:21.32) Jesus antwortete: „Dein Bruder wird auferstehen.“ (Johannes 11:23)

Am letzten Tag werden wir alle auferstehen. „Und viele von denen, die im Land des Staubes schlafen, werden aufwachen: die einen zu ewigem Leben und die anderen zur Schande, zu ewigem Abscheu.“ (Daniel 12:2) Gott ist der Ursprung des Lebens. In der Auferstehung gibt Er den Toten wieder Leben.

Doch dieses Mal wollte Jesus den Lazarus sogleich zum Leben erwecken, „um der Herrlichkeit Gottes willen, damit der Sohn Gottes durch sie verherrlicht werde.“ (Johannes 11:4) Jesus kam zu dem Grab, sie nahmen den Stein weg, und Er rief mit lauter Stimme: „‘Lazarus, komm heraus!‘ Und der Verstorbene kam heraus, an Füßen und Händen mit Grabtüchern umwickelt, und sein Gesicht war mit einem Schweißtuch umbunden.“ (Johannes 11:43f.)

Jesus Christus spricht: „Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist; und jeder, der da lebt und an mich glaubt, wird nicht sterben in Ewigkeit. Glaubst du das?“ (Johannes 11:25)

 39 – Der eine Weg 40 – Lazarus 41 – Reichtum

Reichtum

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„Gebt Acht! Hütet euch vor jeder Art von Habgier! Denn der Mensch gewinnt sein Leben nicht aus seinem Besitz, auch wenn der noch so groß ist.“ (Lukas 12:15)

Gott ist der, der Leben schenkt und Leben nimmt.

Ein reicher Mann sagte zu sich: „Seele, du hast viele Güter liegen auf viele Jahre. Ruhe aus, iss, trink, sei fröhlich!“ Doch Gott antwortete ihm: „Du Tor! In dieser Nacht wird man deine Seele von dir fordern.“ (Lukas 12:19f.)

Wenn Gott beschließt, dass die Zeit zu sterben für einen Menschen gekommen ist, wird er sterben. Kein Reichtum kann ihn retten.

Ein anderer reicher Mann starb und fand sich in der Hölle wieder. „Und als er im Hades seine Augen aufschlug und in Qualen war, sieht er Abraham von weitem und Lazarus in seinem Schoß.“ (Lukas 16:23) Auf der Erde war Lazarus ein Bettler vor dem Haus des reichen Mannes, voller Geschwüre, und „die Hunde kamen und leckten seine Geschwüre.“ (Lukas 16:20f.) Doch Lazarus kannte und glaubte an Gott.

Der reiche Mann fragte Abraham, ob Lazarus nicht auf seine Seite kommen könnte, „dass er die Spitze seines Fingers ins Wasser tauche und meine Zunge kühle! Denn ich leide Pein in dieser Flamme.“ (Lukas 16:24) Doch Abraham antwortete: „Zwischen uns und euch ist eine große Kluft festgelegt, damit die, welche von hier zu euch hinübergehen wollen, es nicht können, noch die, welche von dort zu uns herüberkommen wollen.“ (Lukas 16:26)

Es ist besser, arm und krank zu sein, doch Gott zu kennen und mit ihm zu leben, als reich und gesund, aber ohne Gott zu sein. Heute ist der reiche Mann immer noch in der Hölle, und Lazarus ist weiterhin im Himmel.

„Was nützt es einem Menschen, die ganze Welt zu gewinnen
und sein Leben einzubüßen?“ (Markus 8:36)

 40 – Lazarus 41 – Reichtum 42 – Das Passah

Das Passah

Es war kurz vor dem Passahfest, als Jesus auf einem Esel nach Jerusalem kam, wie Gott zuvor verheißen hatte: „Juble laut, Tochter Zion, jauchze, Tochter Jerusalem! Siehe, dein König kommt zu dir: Gerecht und siegreich ist Er, demütig und auf einem Esel reitend.“ (Sacharja 9:9)

Die Menschen sahen Jesus als ihren weltlichen Herrscher an, der sie von den Römern befreien würde. Sie „breiteten ihre Kleider auf dem Weg aus“ und „Zweige, die sie auf den Feldern abschnitten.“ (Markus 11:8)

Doch „die Hohenpriester und die Schriftgelehrten suchten, wie sie ihn mit List greifen und töten könnten“ (Markus 14:1), denn sie hatten Angst, ihre Position und Autorität zu verlieren.

Judas Iskariot, einer der zwölf Jünger, „ging zu den Hohenpriestern hin, um Jesus an sie zu überliefern“ (Markus 14:10), wie prophezeit wurde: „Selbst mein Freund, auf den ich vertraute, der mein Brot aß, hat die Ferse gegen mich erhoben.“ (Psalm 41:10, 55:14)

„Am ersten Tag des Festes der ungesäuerten Brote, als man das Passahlamm schlachtete“ (Markus 14:12), aßen Jesus und seine Jünger das Abendmahl. Jesus gab den Jüngern Brot und sprach: „Nehmt, dies ist mein Leib!“ (Markus 14:22)

Als Gott die Israeliten aus der Sklaverei in Ägypten geführt hatte, tötete Er jeden Erstgeborenen in den Häusern Ägyptens; doch Gott ging an den Familien vorüber, die ein Lamm opferten und das Blut des Lammes an ihre Türpfosten strich. (2. Mose 12:21-27) Seitdem feierten die Israeliten jährlich das Passahfest.

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Jesus ist das ewige Passahlamm. Er ist „das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt wegnimmt!“ (Johannes 1:29) Kurz vor seinem Tod am Kreuz brach Jesus das Brot und trank Wein mit seinen Jüngern im Blick auf seinen Leib, der gebrochen und sein Blut, das vergossen werden würde als Opfer für alle, die an Ihn glauben.

Jesus hatte nie gesündigt, doch Er gab sein Leben für uns Sünder. Das ist die Liebe Gottes.

 41 – Reichtum 42 – Das Passah 43 – Jesu Gefangennahme

Jesu Gefangennahme

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Jesus ist Gott und Mensch zugleich. Als Mensch hat er gelitten. Bevor Er verhaftet wurde, „ergriff Ihn Furcht und Angst“ (Markus 14:33), denn Er wusste, dass Er als unser Retter mehr Leid auf sich zu nehmen hat als jemals irgendjemand zuvor gelitten hatte.

Judas und „eine Menge mit Schwertern und Stöcken“ (Markus 14:43) kamen zu Jesus, verhafteten Ihn und brachten Ihn zu dem Hohenpriester, „und alle Hohenpriester und Ältesten und Schriftgelehrten versammelten sich.“ (Markus 14:53) Und sie „suchten Zeugnis gegen Jesus, um ihn zu Tode zu bringen; und sie fanden keins.“ (Markus 14:55) Jesus hatte nie etwas Falsches getan, Er war sündlos.

„Viele legten falsches Zeugnis gegen Ihn ab“ (Markus 14:56), wie prophezeit wurde: „Falsche Zeugen sind gegen mich aufgestanden.“ (Psalm 27:12) Doch Jesus „schwieg und antwortete nichts“ (Markus 14:61), wie prophezeit wurde: „Er wurde misshandelt, aber er beugte sich und tat seinen Mund nicht auf.“ (Jesaja 53:7)

Als sie Ihn fragten: „Bist Du der Christus?“, antwortete Jesus: „Ich bin es! Und ihr werdet den Sohn des Menschen sitzen sehen zur Rechten der Macht und kommen mit den Wolken des Himmels.“ (Markus 14:61f.) Da fingen sie an, Ihn anzuspeien und mit Fäusten zu schlagen, und sie verurteilen Ihn als des Todes schuldig. Sie verachteten Ihn und klagten Ihn der Gotteslästerung an, wie zuvor über ihn prophezeit wurde: „Er war verachtet und von den Menschen verlassen.“ (Jesaja 53:3)

Obwohl der römische Statthalter Pilatus wusste, „dass die Hohenpriester Ihn aus Neid überliefert hatten“ (Markus 15:10), überlieferte er Jesus, „nachdem er Ihn hatte geißeln lassen, damit Er gekreuzigt werde.“ (Markus 15:15)

700 Jahre zuvor wurde geschrieben: „Ich bot meinen Rücken den Schlagenden, mein Angesicht verbarg ich nicht vor Schmähungen und Speichel.“ (Jesaja 50:6)

„Wenn man Ihn beschimpfte oder misshandelte, hat Er es ohne Widerspruch ertragen. Christus hat unsere Sünden auf sich genommen uns sie selbst zum Kreuz hinaufgetragen. Durch seine Wunden hat Christus uns geheilt.“ (1. Petrus 2:23f.)

 42 – Das Passah 43 – Jesu Gefangennahme 44 – Jesu Kreuzigung

Jesu Kreuzigung

Bild: Jesus being crucified, Harry Anderson (1906-1996) // dst-corp.com

„Und sie führten Ihn hinaus, um Ihn zu kreuzigen.“ (Markus 15:20) Und sie bohrten Nägel durch die Hände und Füße Jesu in das Kreuz aus Holz, wie prophezeit wurde: „Sie durchbohrten mir Hände und Füße.“ (Psalm 22:17)

Und sie stellten das Kreuz aufrecht, „wie Mose in der Wüste die Schlange erhöhte.“ (Johannes 3:14) Wie die Israeliten in der Wüste die giftigen Schlangenbisse überleben konnten, indem sie auf die bronzene Schlange schauten (4. Mose 21:8), so hat „jeder, der an Ihn (Jesus) GLAUBT, ewiges Leben.“ (Johannes 3:15)

„Und sie kreuzigten ihn. Und sie verteilten seine Kleider, indem sie das Los über sie warfen, was jeder bekommen sollte“ (Markus 15:24), wie prophezeit wurde: „Sie teilen meine Kleider unter sich, und über mein Gewand werfen sie das Los.“ (Psalm 22:19)

Im Alten Testament stehen 456 Textstellen mit Bezug auf den Messias Jesus Christus geschrieben. Der gesamte Plan Gottes zielt auf Jesus Christus. Sein Tod ist der Kern des Evangeliums. Der Sohn Gottes kam in diese Welt, um zu sterben. Er starb für Sünder, wurde begraben, und ist wieder auferstanden. Das ist die größte aller geschichtlichen Tatsachen.

Sünde muss bezahlt werden. Jesus war ohne Sünde, und so konnte Er sich selbst als Opfer für unsere Sünden hingeben. Er ist das Opferlamm für die, die an Ihn glauben. „Gott hat Christus, der ohne Sünde war, an unserer Stelle als Sünder verurteilt, damit wir durch Ihn vor Gott als gerecht bestehen können.“ (2. Korinther 5:21)

Das Licht der Sonne wurde ausgelöscht und es war drei Stunden Dunkelheit, denn Gott der Vater hatte seinen Sohn Jesus verlassen. Er verließ Ihn, denn Er strafte Ihn für meine und deine Sünden. Durch Jesus ist unsere Sünde vollständig gesühnt und bezahlt, durch die Trennung von Gott am Kreuz. Und so sprach Jesus am Kreuz: „Es ist vollbracht!“ (Johannes 19:30)

„Und der Vorhang des Tempels zerriss in zwei Stücke, von oben bis unten.“ (Markus 15:38) Gott selbst öffnete den Weg für uns in seine heilige und herrliche Gegenwart.

Jesus Christus ist der Weg.

 43 – Jesu Gefangennahme 44 – Jesu Kreuzigung 45 – AT Review