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Chronologisches Bibelstudium

„Bist Du der Einzige, der nicht weiß, was geschehen ist?“ (Lukas 24:18)

So war die Frage damals kurz nach der Kreuzigung und Auferstehung Jesu. Das Ereignis war jedem bekannt und man sprach darüber. Auch heute noch kennt jeder die Bibel. Aber was steht dort eigentlich geschrieben? Gibt es eine konkrete Aussage oder besteht die Bibel aus vielen kleinen Texten, die irgendwie einen Sinn ergeben sollen?

Wenn Sie die Bibel wirklich interessiert, dann sind Sie bei uns herzlich willkommen. Wir sind davon überzeugt, dass die Bibel ein heiliges Buch ist, das als Ganzes zu verstehen ist. Es hat eine Aussage, die heute noch für alle gültig ist. Und wir schreiben das nicht als Laien, sondern als studierte Theologen, die helfen wollen, die Bibel zu verstehen.

Die Bibel ist wie ein See, in dem Kleinkinder baden und Elefanten schwimmen können. Sie ist einfach zu verstehen und gleichzeitig voller Tiefen, die es zu entdecken gilt. Das chronologische Bibelstudium gibt uns das einfache Grundgerüst. Fangen wir an

 


 

Chronologisches Bibelstudium – die Lektionen im Überblick

01 – Die Bibel 24 – Das Zelt der Begegnung
02 – Gott allein 25 – Die bronzene Schlange
03 – Lehre von den Geistern 26 – Der Tempelvorhang
04 – Schöpfung I 27 – Die Propheten
05 – Schöpfung II 28 – Jesus
06 – Schöpfung III 29 – Jesu Geburt
07 – Der Baum des Lebens 30 – Jesus der Sohn Gottes
08 – Eva 31 – Die Versuchung Jesu
09 – Der Sündenfall 32 – Jesu Vollmacht
10 – Fluch und Verheißung 33 – Wiedergeburt
11 – Fürsorge und Gericht 34 – Glaube und Unglaube
12 – Kain und Abel 35 – Jesus der Schöpfer
13 – Noah und die Flut 36 – Jesus das Brot des Lebens
14 – Der Turm in Babel 37 – Die Pharisäer
15 – Abrahams Berufung 38 – Die Verklärung Jesu
16 – Verheißung und Gericht 39 – Der eine Weg
17 – Isaak und das Lamm 40 – Lazarus
18 – Jakobs Traum 41 – Reichtum
19 – Josef 42 – Das Passah
20 – Mose 43 – Jesu Gefangennahme
21 – Exodus 44 – Jesu Kreuzigung
22 – Berg Horeb 45 – AT Review
23 – Die Zehn Gebote 46 – Die Auferstehung

 

   

Die Bibel

Gott ist der zentrale Charakter der Bibel. Lesen wir darin chronologisch über bestimmte historische Ereignisse, erfahren wir mehr und mehr über Ihn, seine Taten und sein Wesen. Der Autor der Bibel ist Gott selbst. In der Bibel steht:

„Alle Schrift ist von Gott eingegeben.“ (2. Timotheus 3:16)

„Denn niemals wurde eine Weissagung durch den Willen eines Menschen hervorgebracht, sondern von Gott her redeten Menschen, getrieben vom Heiligen Geist.“ (2. Petrus 1:21)

Gott redete durch Propheten, indem Er ihnen seine Worte gab. Er sprach zu ihnen hörbar, in Visionen oder in ihren Gedanken. Gott ließ sie das schreiben, was Er ihnen gesagt hatte.

Und so schrieb Gott die Bibel über einen Zeitraum von etwa 1.600 Jahren durch mehr als 40 Menschen. Dabei ist die Bibel als eine Einheit zu lesen und zu verstehen. Sie widerspricht sich nicht, denn sie hat nur einen Autor – Gott.

Gott redet zu uns durch die Juden. Alle Propheten mit Ausnahme von Lukas waren Juden. Durch die Menschen und die Geschichte Israels redet Gott zu dieser Welt.

Die Bibel ist archäologisch und historisch bestätigt. Die Bibel irrt nicht. Die Bibel ist ohne Fehler. Ihr Inhalt hat sich nicht geändert. Sie ist uns überliefert wie damals niedergeschrieben.

Gott selbst ändert sich nicht. Sein Wort bleibt ewig bestehen. Gott ändert weder seine Meinung noch bricht Er seine Versprechen.

„In Ewigkeit, Herr, steht dein Wort fest in den Himmeln.“ (Psalm 119:89)

Gott will zu uns reden. Lesen wir seinen Brief an uns.

 Zur Startseite  1 – Die Bibel  2 – Gott allein

Gott allein

Gott ist der Autor der Bibel. Er ist auch der zentrale Charakter der Bibel. Allein Gott selbst kann uns über sich erzählen. Er möchte, dass wir Ihn kennenlernen.

Allein Gott kann uns auch über den Anfang berichten, denn nur Er existierte bereits im Anfang. Alles hat einen Anfang außer Gott. „Ehe die Berge geboren waren und Du die Erde und die Welt erschaffen hattest, von Ewigkeit zu Ewigkeit bist Du, Gott.“ (Psalm 90:2)

Gott hat keinen Anfang. Er wurde nicht geschaffen. Er war schon immer und wird immer sein. Er ist und bleibt immer derselbe Gott. Gott ändert sich nicht. Er stirbt nicht. Gott ist ewig.

„Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde.“ (1. Mose 1:1)

Das hebräische Wort für Gott – ‚Elohim’ – ist plural. Als Gott den Menschen erschuf, sagte Er: „Lasst uns Menschen machen.“ (1. Mose 1:26) Gott ist dreieinig. Er ist Gott der Vater, Gott der Sohn und Gott der Heilige Geist. (Galater 1:1; Kolosser 2:9; 2. Korinther 3:17f.) Alle drei Personen sind ein und derselbe Gott (4. Mose 6:4), der Himmel und Erde gemacht hat.

Gott ist Geist. (Johannes 4:24) Er hat keine körperlichen Grenzen und Bedürfnisse wie wir Menschen. Gott ist der Schöpfer und viel größer als seine Schöpfung.

Gott war schon vor dem Anfang der Schöpfung. Er existiert auch ohne Sauerstoff, Essen und Trinken. Gott ist von diesen Dingen nicht abhängig. Er braucht sie nicht.

Gott ist allwissend. „Groß ist unser Herr und reich an Macht. Seine Einsicht ist ohne Maß.“ (Psalm 147:5) Er braucht niemanden, der Ihn belehrt.

Gott ist zu jeder Zeit an jedem Ort. Er ist gerade jetzt genau hier und sieht mich. Gott füllt das ganze Universum. Er ist überall.

„Wohin sollte ich gehen vor deinem Geist, wohin fliehen vor deinem Angesicht?“

(Psalm 139:7)

„Bin ich nur ein Gott aus der Nähe, und nicht auch ein Gott aus der Ferne? Oder kann sich jemand in Schlupfwinkeln verbergen, und ich, ich sähe ihn nicht? Bin ich es nicht, der den Himmel und die Erde erfüllt?“ (Jeremia 23:23f.)

Gott ist höher und größer als alle. „Keiner ist Dir gleich, Herr. Du bist groß, und groß ist dein Name durch deine Macht.“ (Jeremia 10:6)

 1 – Die Bibel  2 – Gott allein  3 – Lehre von den Geistern

Lehre von den Geistern

Im Anfang erschuf Gott zuerst alle Geistwesen. Sie waren Zeugen der Erschaffung der Welt. (Hiob 38:4-7) Gott schreibt uns von Engeln, Cherubim, Seraphim und anderen Geistwesen.

„Denn in Ihm ist alles in den Himmeln und auf der Erde geschaffen worden, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Gewalten oder Mächte: alles ist durch Ihn und zu Ihm hin geschaffen.“ (Kolosser 1:16)

„Du, Herr, bist es, Du allein. Du, Du hast die Himmel gemacht, die Himmel der Himmel und all ihr Heer, die Erde und alles, was darauf ist, die Meere und alles, was in ihnen ist. Und Du machst dies alles lebendig, und das Heer des Himmels wirft sich vor Dir nieder.“ (Nehemia 9:6)

Gott ist größer als alle Geister. Er hat sie erschaffen. Er hat sie gemacht, damit sie Ihn lieben und Ihm dienen. Sie gehören Ihm. Das Wort ‚Engel’ bedeutet ‚Botschafter’ oder ‚Diener’. Geister haben keine Körper. Sie können überall hingehen, aber sie können nicht überall zur selben Zeit sein wie Gott. Manchmal erscheinen Geister als Menschen oder in anderer Form. (Matthäus 1:20; Lukas 1:26; Hebräer 13:2)

Gott erschuf alle Geister perfekt. Gott hat niemanden böse erschaffen, denn Gott ist heilig. Alles was Er denkt, sagt und tut ist perfekt. „Gott sah alles, was Er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut.“ (1. Mose 1:31) Gott gab den Geistern große Weisheit und Kraft. Er erschuf „… Zehntausende mal Zehntausende und Tausende mal Tausende.“ (Offenbarung 5:11) Alle Geister lebten im Anfang im Himmel, wo „der Herr ist in seinem heiligen Palast, der Herr – in den Himmeln ist sein Thron.“ (Psalm 11:4)

Der Name des höchsten Engels war Luzifer, das bedeutet ‚Morgenstern’. Er war perfekt erschaffen (Hesekiel 28:15), und ihm war der höchste Rang über allen Engeln gegeben. Wie alle Engel war er erschaffen, um Gott zu lieben und Ihm zu dienen. Doch er wurde stolz und wollte sein wie Gott selbst. Er wollte Herrscher über alle Dinge sein. (Hesekiel 28:12-19; Jesaja 14:12-15) Viele Engel folgten Luzifer. (Matthäus 25:41) Sie hassen Gott und alles Gute, das Gott liebt. Sie kämpfen gegen Gott.

Gott ist souverän. Er ist überall zu jeder Zeit. Er weiß alles. Er kennt Luzifer und seine Engel. Gott verbot ihnen ihren Dienst im Himmel und entfernte Luzifer von seinem Rang. Luzifer hatte noch Zugang zu Gott im Himmel, doch lebt er nicht mehr dort. Er durchstreift die Erde. (Hiob 1:7; 2:2) Luzifer wird ‚Satan’ genannt, das bedeutet ‚Feind’ oder ‚Ankläger’. Seine Engel nennt man Dämonen.

Gott hat ein ewiges Feuer für Luzifer und seine Engel bereitet. Gott ist souverän und gerecht. (Matthäus 25:41; Offenbarung 20:10) „Der Gott des Friedens aber wird in kurzem den Satan unter euren Füßen zertreten.“ (Römer 16:20)

 2 – Gott allein  3 – Lehre von den Geistern  4 – Schöpfung I

Schöpfung I

„Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde.“ (1. Mose 1:1) Gott schuf aus dem Nichts.

Er ist allmächtig und allwissend. „Er ist es, der die Erde gemacht hat durch seine Kraft, der den Erdkreis gegründet durch seine Weisheit und die Himmel ausgespannt durch seine Einsicht.“ (Jeremia 10:12) „Ach, Herr, Herr! Siehe, Du hast die Himmel und die Erde gemacht durch deine große Kraft und durch deinen ausgestreckten Arm: kein Ding ist Dir unmöglich.“ (Jeremia 32:17)

Zu Anfang war die Erde ohne Leben. Sie war leer. Die Erde war mit Wasser bedeckt und von Finsternis umgeben. „Und der Geist Gottes schwebte über den Wassern.“ (1. Mose 1:2b) Gott ist dreieinig. Er ist Gott der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Alle drei Personen sind ein und derselbe Gott, und alle waren an der Schöpfung beteiligt.

Am ersten Tag schuf Gott das Licht (nicht: die Sonne). Er nannte das Licht ‚Tag’ und die Finsternis ‚Nacht’. Gott schuf durch sein Wort – Er sprach: „Es werde Licht.“ (1. Mose 1:3)

„Denn Er sprach, und es geschah; Er gebot, und es stand da.“ (Psalm 33:9)

Nichts ist zu schwer für Gott. Er schuf durch sein Wort. „Und Gott sah alles, was Er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut.“ (1. Mose 1:31) Er schuf die Himmel und die Erde perfekt.

Am zweiten Tag schuf Gott die Atmosphäre. Er schied das Wasser der Erde und sammelte einen Teil oberhalb der Atmosphäre. Wieder schuf Gott durch sein Wort. (1. Mose 1:6)

Die Erde ist zu 75% mit Wasser bedeckt. Bis zu 60% des menschlichen Körpers ist Wasser. Der Mensch gebraucht ca. 20-50 Liter Wasser pro Tag. Wasser kommt in flüssiger, fester (Schnee, Eis) und gasförmiger (Wasserdampf) Form vor. Es zeigt die Größe Gottes:

„Da antwortete der Herr aus dem Sturm und sprach: ‚Bist du gekommen bis zu den Quellen des Meeres, und hast du den Urgrund der Tiefe durchwandert? Bist du bis zu den Schatzkammern des Schnees gekommen, und hast du die Vorräte des Hagels gesehen? Hat der Regen einen Vater, oder wer hat die Tautropfen gezeugt? Aus wessen Schoß kam das Eis hervor, und des Himmels Reif, wer hat ihn geboren?’“ (Hiob 38:1,16,22,28f.)

 3 – Lehre von den Geistern  4 – Schöpfung I  5 – Schöpfung II

Schöpfung II

Gott erschuf die Welt in sechs Tagen. (1. Mose 1) Am ersten Tag erschuf Gott das Licht. Am zweiten Tag erschuf Er die Atmosphäre, und am dritten Tag das Land und die Vegetation.

Gott erschuf Bäume, Pflanzen und Blumen für uns Menschen. Gott liebt uns und sorgt für uns. Bäume und Pflanzen geben uns zu essen, produzieren Sauerstoff für uns zu atmen und geben Holz, mit dem wir bauen können. Gott erschuf nicht alles schwarz und weiß, sondern Er beschenkt uns mit vielen Farben. Gott gibt uns gut schmeckende Früchte, Gemüse und Kräuter zu essen und Er schenkt uns die wohlriechenden Düfte der Blumen. Gott ist der Schöpfer, „der uns alles reichlich darreicht zum Genuss.“ (1. Timotheus 6:17b)

Am vierten Tag erschuf Gott die Sonne, den Mond und die Sterne. „Er ist es, der die Erde gemacht hat durch seine Kraft, der den Erdkreis gegründet durch seine Weisheit und die Himmel ausgespannt durch seine Einsicht.“ (Jeremia 10:12)

Mit Lichtgeschwindigkeit umkreisen wir die Erde siebenmal in einer Sekunde, erreichen den Mond in zwei Sekunden, den Mars in vier Minuten und Pluto in fünf Stunden. Wir erreichen den nächsten Stern in 4,3 Jahren, die nächste Galaxie in 2 Millionen Jahren und den nächsten Galaxiehaufen in 20 Millionen Jahren. Und dann fangen wir gerade erst an, das Universum zu erforschen… „Die Himmel erzählen die Herrlichkeit Gottes, und das Himmelsgewölbe verkündet seiner Hände Werk.“ (Psalm 19:1)

Gott ist überall. Er füllt das gesamte Universum. (Jeremia 23:24) Gott ist allwissend, Er hat die „Himmel befestigt durch Einsicht.“ (Sprüche 3:19) Die physikalischen Gesetze verhindern das Chaos. Gott liebt die Ordnung und schenkt uns das Leben.

Am fünften Tag erschuf Gott die Meerestiere und die Vögel. Am sechsten Tag erschuf Gott die Tiere der Erde. Auch das kleinste Lebewesen ist sehr komplex gebaut. Kein Mensch kann jemals ein Lebewesen erschaffen. Die Tiere sind sehr schön gemacht, zu unserer Freude. Es gibt viele Arten, und jedes Lebewesen ist einmalig.

Gott erschuf alles perfekt. Gott ist perfekt und heilig. „Heilig, heilig, heilig ist der Herr der Heerscharen! Die ganze Erde ist erfüllt mit seiner Herrlichkeit!“ (Jesaja 6:3)

 4 – Schöpfung I  5 – Schöpfung II  6 – Schöpfung III

Schöpfung III

Gott erschuf das Licht, die Ozeane, das Land, die Pflanzen, Bäume und Blumen, die Sonne, den Mond, die Sterne, die Fische und Vögel und alle Arten von Tieren auf der Erde. Gott bereitete den Wohnort für die Menschen vor. Am sechsten Tag erschuf Gott den Menschen.

„Gott sprach: ‚Lasst uns Menschen machen in unserem Bild, uns ähnlich!’“ (1. Mose 1:26)

Wir sind nach dem Willen Gottes ‚in seinem Bild’ geschaffen; wir sind keine Tiere. Gott gab uns Verstand und Bewusstsein, Gefühle und Emotionen, Willen und die Freiheit zur Entscheidung. Wir haben Verstand, so können wir mit Gott reden. Wir haben Emotionen, so können wir Gott lieben. Wir haben die Freiheit, uns für oder gegen Gott zu entscheiden.

„Da bildete Gott, der Herr, den Menschen aus Staub vom Erdboden und hauchte in seine Nase Atem des Lebens; so wurde der Mensch eine lebendige Seele.“ (1. Mose 2:7)

Nachdem Gott den Körper des Menschen geformt hatte, war der Mensch noch nicht lebendig. Gott hauchte dem Menschen den Atem des Lebens ein, das ist der Geist – der Verstand, die Emotionen, der Wille. Und so wurde der Mensch lebendig. Er war stark und gesund, denn Krankheit und Tod gab es nicht. Gott erschuf eine vollkommene Welt. (1. Mose 1:31)

Adam war der erste Mensch auf Erden und der einzige Mensch, den Gott vom Erdboden erschuf. Adam ist der Vorfahr aller Nationen. „Er hat aus einem Menschen jede Nation der Menschen gemacht, dass sie auf dem ganzen Erdboden wohnen.“ (Apostelgeschichte 17:26)

„Und Gott schuf den Mann nach seinem Bild, nach dem Bild Gottes schuf Er ihn; als Mann und Frau schuf Er sie. Und Gott segnete sie, und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und vermehrt euch, und füllt die Erde, und macht sie euch untertan.“ (1. Mose 1:27f.)

Gott gab seine Schöpfung den Menschen. Er gab den Menschen die Verantwortung und die Ehre, über die Erde zu herrschen.

„Wenn ich anschaue deine Himmel, deiner Finger Werk, den Mond und die Sterne, die Du bereitet hast: Was ist der Mensch, dass Du seiner gedenkst?“ (Psalm 8:4f.)

 5 – Schöpfung II  6 – Schöpfung III  7 – Der Baum des Lebens

Der Baum des Lebens

„Und Gott vollendete am siebten Tag sein Werk, das Er gemacht hatte; und Er ruhte am siebten Tag.“ (1. Mose 2:2) Gott vollendete sein Werk. Gott ist nicht ein Mensch, dass Er seine Meinung ändert, sein Interesse verliert, kein Geld oder keine Zeit mehr hat. Gott vollendet alle seine Pläne. Gott selbst ändert sich nicht.

Am siebten Tag ruhte Gott, doch Er war nicht etwa erschöpft. „Ein ewiger Gott ist der Herr, der Schöpfer der Enden der Erde. Er ermüdet nicht und ermattet nicht.“ (Jesaja 40:28) Gott ruhte und „sah alles, was Er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut.“ (1. Mose 1:31)

„Und Gott, der Herr, pflanzte einen Garten in Eden im Osten, und Er setzte dorthin den Menschen, den Er gebildet hatte.“ (1. Mose 2:8) Gott setzte Adam in den Garten. Er fragte ihn nicht. Gott erschuf ihn. Gott besitzt alle Rechte, mit ihm zu machen was Er und wie Er es will. Gott ist sein Schöpfer.

„Dein, Herr, ist die Größe und die Stärke und die Herrlichkeit und der Glanz und die Majestät; denn alles im Himmel und auf Erden ist dein.“ (1. Chronik 29:11)

Gott gab Adam einen perfekten Ort zu leben. Aus Liebe füllte Gott den Garten mit allen Dingen. „Und Gott, der Herr, ließ aus dem Erdboden allerlei Bäume wachsen, gut zur Nahrung, und den Baum des Lebens in der Mitte des Gartens, und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen.“ ( 1. Mose 2:9)

Gott gebot dem Menschen, nicht von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen zu essen, „denn an dem Tag, da du davon isst, musst Du sterben!“ (1. Mose 2:17) Adam würde getrennt sein von Gott, der Quelle des Lebens. Sein Geist wäre im leiblichen Tod getrennt von seinem Körper. In Ewigkeit würde er von Gott getrennt sein, zusammen im Feuer mit Satan und seinen Dämonen.

Damals hatte Adam die freie Wahl zwischen zwei Bäumen. Er konnte von dem Baum des Lebens essen und ewig leben, oder den Baum der Erkenntnis wählen und sterben. Heute haben wir die Bibel. Wir können auf Gott hören oder Ihn zurückweisen.

„Ich rufe heute den Himmel und die Erde als Zeugen gegen euch auf: das Leben und den Tod habe ich dir vorgelegt, den Segen und den Fluch! So wähle das Leben, damit du lebst.“

(5. Mose 30:19)

 6 – Schöpfung III  7 – Der Baum des Lebens  8 – Eva

Eva

„Und Gott, der Herr, sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Hilfe machen, die ihm entspricht.“ (1. Mose 2:18)

Gott wusste um Adams Mangel und Wunsch. Er liebte Adam, also erschuf Gott Eva, seine Frau. Eva war Gottes perfektes Geschenk für Adam, sie war die perfekte Frau. Sie konnten mit Gott und miteinander reden und zusammen leben. Gott kennt unsere Bedürfnisse, und Er allein kennt den richtigen Weg und die richtige Zeit, uns zu helfen. „Euer Vater weiß, was ihr benötigt, ehe ihr Ihn bittet.“ (Matthäus 6:8b)

Gott erschuf Eva nicht vom Erdboden wie Adam, sondern von Adams Rippe. Sie ist sein Fleisch. „Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und sie werden zu einem Fleisch werden.“ ( 1. Mose 2:24)

Nur in der Ehe sind wir eine Einheit. Kein Mensch ist wichtiger als unser Ehepartner. Niemand sonst ist unser eigenes Fleisch. „So sind auch die Männer schuldig, ihre Frauen zu lieben wie ihre eigenen Leiber. Wer seine Frau liebt, liebt sich selbst. Denn niemand hat jemals sein eigenes Fleisch gehasst.“ (Epheser 5:28f.)

„Gott sprach zu ihnen: ‚Seid fruchtbar und vermehrt euch, und füllt die Erde, und macht sie euch untertan.’“ (1. Mose 1:28) Gott erschuf Mann und Frau, dass sie zusammen leben und Kinder bekommen.

Zusammenfassung

Wir haben über den Anfang gelesen – über Gott, Satan und den Menschen. (1. Mose 1+2)

Gott ist allmächtig, allwissend und allgegenwärtig. Er hat in seiner Liebe Himmel und Erde perfekt erschaffen. Gott ist der Autor der Bibel und will zu uns reden.

Satan war der höchste Engel Luzifer. Er wollte sein wie Gott und rebellierte. Mit seinen Dämonen ist er Feind Gottes und kämpft auf dieser Erde gegen Gott und seine Schöpfung.

Der Mensch ist die Krone der Schöpfung. Er ist erschaffen im ‚Bild Gottes’. Wir haben Verstand, Emotionen und die Freiheit zur Entscheidung.

 7 – Der Baum des Lebens  8 – Eva  9 – Der Sündenfall

Der Sündenfall

Der Garten in Eden war der perfekte Ort für den Menschen. Adam war im Paradies. Er lebte mit seiner Frau Eva und mit Gott im Frieden. Satan ist der Feind Gottes. Er hasst Gott und seine Schöpfung, er hasst den Menschen und will ihn zerstören. Und so fragte Satan Eva durch die Schlange: „Hat Gott wirklich gesagt: ‚Von allen Bäumen des Gartens dürft ihr nicht essen?’“ (1. Mose 3:1)

Was hat Gott gesagt? „Von jedem Baum des Gartens darfst du essen; aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen, davon darfst du nicht essen; denn an dem Tag, da du davon isst, musst du sterben.“ (1. Mose 2:16f.) Was sagt nun die Schlange zu Eva? „Keineswegs werdet ihr sterben! Ihr werdet sein wie Gott.“ (1. Mose 3:4f.)

Satan stellt Gott als Lügner dar. Eva vertraut Satan und nicht Gott. Sie nimmt von der Frucht des verbotenen Baumes und gibt auch Adam davon, „und er aß.“ (1. Mose 3:6) Beide entschieden sich für die Worte Satans und gegen Gott. Sie rebellierten gegen Gott und wollten sein wie Gott selbst. Satan hatte sein Ziel erreicht. Satan ist der „Vater der Lüge.“ (Johannes 8:44)

Gottes Wort aber ist die Wahrheit und bleibt bestehen. Adam und Eva müssen sterben. Ihre Sünde trennt sie von Gott, der Quelle ihres Lebens. „Eure Vergehen sind es, die eine Scheidung gemacht haben zwischen euch und eurem Gott.“ (Jesaja 59:2)

„Der Lohn der Sünde ist der Tod.“ (Römer 6:23)

Nun schämten sie sich, dass sie nackt waren. Sie nahmen Feigenblätter und versuchten, besser vor Gott zu erscheinen. (1. Mose 3:7) „Aber der Herr sieht auf das Herz.“ (1. Samuel 16:7)

Als Gott zu ihnen kam, wollten sie sich verstecken. Sünde bringt Angst. Sie fürchteten sich vor Gott, der „allen Leben und Atem und alles gibt.“ (Apostelgeschichte 17:25)

Gott ist der Schöpfer des Menschen. Niemand kann sich vor Gott verbergen. Gott füllt das gesamte Universum. Gott weiß alles. Gott sieht alles.

 8 – Eva  9 – Der Sündenfall  10 – Fluch und Verheißung

Fluch und Verheißung

Gott gab Adam und Eva alles, was sie jemals brauchen würden, denn Gott liebte sie. Er warnte sie vor dem Tod, doch Adam und Eva entschieden sich gegen Gott, die Quelle des Lebens.

Und nun ruft Gott den Adam: „Wo bist du?“ (1. Mose 3:9) Gott ist überall und weiß alles. Er ruft Adam und gibt ihm Gelegenheit, zu antworten und zu bereuen. Gott liebt Adam. Er wartet auf Adam, dass er seinen Ungehorsam zugibt und gegenüber Gott bekennt, dass er falsch lag und Gott die Wahrheit sagte.

Gott ruft auch heute noch. Er ruft uns durch seine Schöpfung und durch sein Wort, die Bibel. Gott liebt uns und will nicht, „dass irgendwelche verlorengehen, sondern dass alle zur Buße kommen.“ (2. Petrus 3:9) Adam versteckte sich. Er hatte Angst vor Gott, der alles Leben gibt. Und so fragte Gott direkt: „Hast du von dem Baum gegessen, von dem ich dir geboten habe, du solltest nicht davon essen?“ (1. Mose 3:11)

Wir haben uns alle vor Gott für unsere Taten zu verantworten. „Kein Geschöpf ist vor ihm unsichtbar, sondern alles bloß und aufgedeckt vor den Augen dessen, mit dem wir es zu tun haben.“ (Hebräer 4:13) Was antwortete Adam? Er verwies auf seine Frau. Was antwortete Eva? Sie gab die Verantwortung weiter an die Schlange. (1. Mose 3:12f.) Wie werden wir antworten?

Wir sind für unsere Taten verantwortlich.

Gott ist heilig und gerecht, Er ist nicht ein Mensch. Als Folge der Sünde verfluchte Gott die Schlange, gab der Frau die Schmerzen ihrer Schwangerschaft und verfluchte den Erdboden, den Adam bearbeitet. Die gesamte Schöpfung leidet bis heute unter diesem Fluch. Alles Schlechte dieser Welt ist Folge des Ungehorsams gegenüber Gott.

Die Strafe über die Sünde ist der Tod, die ewige Trennung von Gott. Wegen seiner Sünde musste Adam sterben, und alle seine Nachkommen auch. Adam ist der Vater aller Nationen. (Apostelgeschichte 17:26)

Satan hatte sein Ziel erreicht. Adam und Eva folgten ihm. Sie waren nun getrennt von Gott und der Macht Satans, des Feindes Gottes, ausgeliefert. Satan wurde ‚Fürst dieser Welt‘. (Johannes 12:31, 14:30; Epheser 6:12; Lukas 4:6-7; 2. Korinther 4:4)

Gott ist allmächtig und liebt uns. Gott ist heilig und gerecht, doch ist Er auch gnädig und barmherzig. Gott versprach einen Retter, das Kind einer Jungfrau. (Jesaja 7:14)

Er wird dem Satan „den Kopf zermalmen.“ (1. Mose 3:15)

 9 – Der Sündenfall  10 – Fluch und Verheißung  11 – Fürsorge und Gericht

Fürsorge und Gericht

Adam und Eva waren Gott ungehorsam und entschieden sich gegen Gott, obwohl Er sie liebte und sie warnte. Gott verfluchte die Erde und der Tod kam in die Welt. Der Mensch wurde von Gott getrennt und kam unter die Kontrolle Satans. Gott versprach einen Retter, der den Menschen aus der Hand Satans befreit.

Adam und Eva schämten sich und bedeckten sich mit Feigenblättern, doch Gott akzeptierte ihre Erscheinung nicht. Gott nimmt unsere eigenen Wege nicht an. Doch weil Gott uns liebt, gibt Er uns selbst einen Weg, dass wir von Ihm akzeptiert werden können. „Und Gott, der Herr, machte Adam und Eva Leibröcke aus Fell und bekleidete sie.“ (1. Mose 3:21)

Gott liebte Adam und Eva. Er gab ihnen Kleidung, obwohl sie diese Kleidung nicht verdienten. Gott bekleidete Adam und Eva. Sie selbst konnten nichts tun, um von Gott akzeptiert zu werden. Gott tötete Tiere, um ihnen Leibröcke zu machen. Ungehorsam gegenüber Gott brachte den Tod in diese Welt.

„Und Gott, der Herr, schickte ihn aus dem Garten Eden hinaus. Und Er trieb den Menschen aus und ließ östlich vom Garten Eden die Cherubim sich lagern und die Flamme des Schwertes, den Weg zum Baum des Lebens zu bewachen.“ (1. Mose 3:23f.)

Gott nahm den Menschen und schickte ihn aus dem Garten hinaus. Er fragte ihn nicht. Der Weg zum Baum des Lebens war bewacht, sie konnten nicht zurück. So mussten sie sterben, wie Gott es ihnen gesagt und sie gewarnt hatte.

Wegen Adams Sünde war er von Gott getrennt und in der Hand Satans. Eva wurde schwanger und gebar Kain und Abel. Sie wurden außerhalb des Gartens geboren, von Gott getrennt und in die Hand Satans, dem Fürst dieser Welt.

Adam ist unser Vorfahr. Wir sind alle außerhalb des Gartens geboren, als Sünder unter die Kontrolle Satans. Wir sind von Gott getrennt. Wir werden sterben.

Wir brauchen einen Weg Gottes zurück in seine Gegenwart; wir können uns nicht selbst retten. Gott versprach uns einen Retter.

 10 – Fluch und Verheißung  11 – Fürsorge und Gericht  12 – Kain und Abel

Kain und Abel

Kain und Abel waren die Nachkommen von Adam und Eva. Sie wurden außerhalb des Gartens in Eden geboren, getrennt von Gott. Kain und Abel brachten Gott Opfergaben. „Kain brachte von den Früchten des Ackerbodens dem Herrn eine Opfergabe. Abel brachte von den Erstlingen seiner Herde und von ihrem Fett. Und der Herr blickte auf Abel und auf seine Opfergabe, aber auf Kain und seine Opfergabe blickte Er nicht.“ (1. Mose 4:3f.)

Abel näherte sich Gott nach seinem Wort, Kain ging seinen eigenen Weg. Gott selbst zeigt uns den Weg, wie wir von Ihm akzeptiert werden. Abel tötete Tiere von seiner Herde, Kain brachte Früchte. „Der Lohn der Sünde ist der Tod.“ (Römer 6:23) Die Sünde brachte den Tod in die Welt. „Ohne Blutvergießen gibt es keine Vergebung.“ (Hebräer 9:22) Und ohne Vergebung unserer Sünde haben wir kein Leben, sondern bleiben unter dem Gericht Gottes. „Das Blut ist es, dass Sühnung tut für eure Seelen.“ (3. Mose 17:11)

Gott sah nicht auf Kain und sein Opfer, und Kain wurde zornig. Er wollte seinen eigenen Weg gehen. Gott fragte ihn, warum er nicht auch Gott folgt wie Abel. (1. Mose 4:7) Es war seine Entscheidung. Kain wollte nicht.

Stattdessen folgte Kain dem Willen Satans. „Kain erhob sich gegen seinen Bruder Abel und erschlug ihn.“ (1. Mose 4:8) Satan belog Adam und Eva, und sie vertrauten ihm. Nun rief Satan Kain, dass er seinen Bruder ermordet. „Der Teufel war ein Menschenmörder von Anfang an und stand nicht in der Wahrheit, weil keine Wahrheit in ihm ist.“ (Johannes 8:44) Satan ist der Feind Gottes. Er hasst den Menschen und will ihn zerstören, auch dich und mich.

Kain vertraute nicht auf Gott und ging seinen eigenen Weg. Abel jedoch vertraute Gott und seinem Wort. Er folgte Gott durch den Glauben an Ihn.

„Durch GLAUBEN brachte Abel Gott ein besseres Opfer dar als Kain.“ (Hebräer 11:4)

Wir sind von Gott getrennt, der alles Leben gibt. Aus eigener Kraft können wir uns nicht retten. Durch Glauben kommen wir zu Ihm. Wir müssen Gott kennen und Ihm vertrauen.

 11 – Fürsorge und Gericht  12 – Kain und Abel  13 – Noah und die Flut

Noah und die Flut

1.500 Jahre nach Adam und Eva lebte bereits eine große Bevölkerung auf der Erde, man schätzt sie auf ungefähr 3 Milliarden Menschen. Zu dieser Zeit war die Erde voller Gewalt.

Die Menschen betrogen und mordeten, sie waren stolz und eingebildet. Die Menschen waren besessen von Sex in natürlichen und unnatürlichen Beziehungen. Sie heirateten, ließen sich scheiden und heirateten wieder. (1. Mose 6:5,11; Römer 1:18-32) Die Menschen verachteten Gott und hörten nicht auf Ihn. Sie bereuten ihre Taten nicht. Doch Gott sah ihre Sünde, denn Gott ist allwissend und allgegenwärtig.

„Noah aber fand Gunst in den Augen des Herrn. Noah war ein gerechter Mann. Noah lebte mit Gott.“ (1. Mose 6:8f.) Noah lebte mit Gott: er kannte Gott, hörte auf Ihn und vertraute Ihm. Wie Abel brachte auch Noah Opfergaben nach dem Willen Gottes. (1. Mose 8:20)

Gott sprach zu ihm: „Ich bringe eine Wasserflut über die Erde; alles, was auf der Erde ist, soll umkommen.“ (1. Mose 6:17) „Ich lasse auf die Erde regnen vierzig Tage und vierzig Nächte lang.“ (1. Mose 7:4) Bis dahin hatte es noch nie geregnet. Gott bewässerte den Boden durch Quellstrom. (1. Mose 2:5f.) Gott hasst und richtet die Sünde. „Der Lohn der Sünde ist der Tod.“ (Römer 6:23) Gott ist heilig und gerecht. Doch Gott ist auch voller Liebe und Gnade, und so gab Gott Noah einen Weg zum Leben.

„Mache dir eine Arche. Geh in die Arche. Von den Tieren nach ihrer Art sollen zu dir hineingehen, um am Leben zu bleiben.“ (1. Mose 6:14,20; 7:1) Noah hörte auf Gott; er vertraute Ihm und baute die Arche. Es hatte noch nie geregnet, doch Noah kannte Gott. Gott hält sein Wort, Er verändert sich nicht. „Durch GLAUBEN baute Noah, voller Gottesfurcht, eine Arche.“ (Hebräer 11:7)

Gott erklärte Noah, wie er die Arche bauen sollte. (1. Mose 6:15) Die Arche hatte nur eine Tür. Es gab nur einen Weg, um gerettet zu werden. Jeder, der gerettet werden wollte, musste durch diese Tür. „Und der Herr schloss hinter ihm zu.“ (1. Mose 7:16)

Weil Gott die Arche selbst konstruiert und selbst verschlossen hatte, waren alle innerhalb der Arche gerettet. Für alle anderen außerhalb der Arche war es zu spät. Gott warnte sie (Judas 14-16; 2. Petrus 2:5) und wartete, während die Arche gebaut wurde. (1. Petrus 3:20) Doch niemand hörte und bekehrte sich zu Gott.

„Und der Regen fiel auf die Erde vierzig Tage und vierzig Nächte lang. Und die Wasser schwollen an auf der Erde 150 Tage lang.“ (1. Mose 7:12,24) Die Erde war global überflutet. Niemand überlebte die Flut außer Noah und seine Familie. Niemand außer ihm lebte mit Gott.

 12 – Kain und Abel  13 – Noah und die Flut  14 – Der Turm in Babel

Der Turm in Babel

Die Menschen zur Zeit Noahs rebellierten gegen Gott. Sie wurden gerichtet, indem die Erde überflutet wurde. Noah hörte auf Gott und baute eine Arche. Nur seine Familie wurde gerettet.

Gott hielt sein Versprechen gegenüber Noah. „Gott ließ einen Wind über die Erde fahren, da sanken die Wasser.“ (1. Mose 8:1) Gott ist souverän und hat alle Macht über seine Schöpfung. Und Gott versprach Noah, dass es nie wieder eine Flut geben wird. Als Zeichen dafür hat Gott den Regenbogen geschaffen. (1. Mose 9:13)

Gott gab Noah und den Menschen die Aufgabe, über die Erde zu herrschen. (1. Mose 1:28; 9:1f.) Er sprach zu ihnen: „Seid fruchtbar, und vermehrt euch, und füllt die Erde!“ (1. Mose 9:1)

Doch einige hundert Jahre später rebellierten die Menschen wieder gegen Gott. Sie beteten die Schöpfung an und nicht den Schöpfer. Sie machten sich Götzen und beteten die Sterne oder Tiere an. Und sie wurden stolz und wollten sich selbst erheben und ehren: „Wir wollen uns eine Stadt und einen Turm bauen, und seine Spitze bis an den Himmel! So wollen wir uns einen Namen machen, damit wir uns nicht über die ganze Erde zerstreuen!“ (1. Mose 11:4)

Die Menschen rebellierten gegen Gott wie zuvor Satan und Adam und Kain und die Menschen zur Zeit Noahs. Doch Gott ist allmächtig und souverän. Gott sah alles, und sprach: „Lasst uns herabfahren und dort ihre Sprache verwirren, dass sie einer des anderen Sprache nicht mehr verstehen! Und der Herr zerstreute sie von dort über die ganze Erde.“ (1. Mose 11:7f.)

Die Bibel erzählt uns die Geschichte der Menschheit. Die Menschen rebellieren gegen Gott und Gott richtet sie. Gott ist voller Liebe und Gnade und gibt einen Weg zum Leben, doch die Menschen rebellieren wieder und wieder.

Gott ändert sich nicht und ist heute noch derselbe. Er sieht uns, ob wir rebellieren und uns einen Namen machen wollen oder mit Gott leben wie damals Noah. Gott ist souverän und beeinflusst die Geschichte der Menschheit wie auch unser persönliches Leben.

„Die Augen des Herrn sind an jedem Ort und schauen aus auf Böse und auf Gute.“

(Sprüche 15:3)

 13 – Noah und die Flut  14 – Der Turm in Babel  15 – Abrahams Berufung