Schlagwort-Archive: Seelsorge

Wichtige Notfallnummern für jeden

Telefon_Notfall

Wenn Du Kummer hast, wähle Johannes 14.
Wenn Dich Menschen enttäuscht haben, wähle Psalm 17.
Wenn Du erfolgreich sein möchtest, wähle Johannes 15.
Wenn Du gesündigt hast, wähle Psalm 51.
Wenn Du Dir Sorgen machst, wähle Matthäus 6:19-34.
Wenn Du in Gefahr bist, wähle Psalm 91.
Wenn Dir Gott weit entfernt scheint, wähle Psalm 139.
Wenn Dein Glaube eine Erfrischung braucht, wähle Hebräer 11.
Wenn Dich einsam und ängstlich fühlst, wähle Psalm 23.
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Wer sollte es wagen?

Amerika_Flagge

Vor langen Jahren wanderte ein Mann von England nach Amerika aus. Er war englischer Bürger, wurde dann aber in Amerika eingebürgert. Nach einiger Zeit gefiel es ihm in den Vereinigten Staaten nicht mehr, und er ging nach Kuba. Bald darauf brach dort ein Bürgerkrieg aus, und er wurde von der spanischen Regierung als Spion verhaftet und vom Kriegsgericht zum Tode verurteilt. Die ganze Untersuchung wurde in spanischer Sprache geführt, die er nicht verstand.

Als man ihm das Urteil übersetzte, wandte er sich zum amerikanischen und englischen Konsulat und legte ihnen die Sache vor, bewies seine Unschuld und verlangte ihren Schutz. Sie untersuchten die Sache und fanden, dass der Mann tatsächlich unschuldig war. Sie gingen zum spanischen General und sagten: »Dieser Mann ist zu Unrecht verurteilt worden, er ist völlig unschuldig.« Aber der General erwiderte: »Er wurde nach unserem Gesetz für schuldig erklärt. Er muss sterben.« Es gab damals noch keine Überseekabel, daher konnten sich die Beamten nicht mit ihren Regierungen in Verbindung setzen.

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Von den Sünden der Frommen

Was die Pharisäer zur Zeit Jesu kennzeichnete, war ihre Sattheit. »Wir haben es, wir sind die Träger der Kirche, der Frömmigkeit, auf uns kann man sich verlassen.« Und das Merkwürdige war: Diese Leute waren wirklich großenteils »fromm«. Sie nahmen es sehr genau, sie waren sehr moralisch, sie ereiferten sich wirklich für Gott.

Um so auffallender ist es, wie leidenschaftlich Jesus sie bekämpft, wie hart er, der Sanftmütige, sie schilt. Weshalb? Er kann allen helfen, nur gerade ihnen nicht. Warum nicht? Weil sie »satt« sind, sie brauchen keinen Erlöser. Sie tun so, als seien sie schon erlöst oder als erlösten sie sich selbst. Er steht ihnen gegenüber wie der Arzt den Gesunden oder denen, die sich einbilden, es zu sein. Pharisäer – das ist beachtlich – wissen nicht, dass sie es sind. Sobald sie es erkannt haben, sind sie es nicht mehr.

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Seelsorge: „Dir sind deine Sünden vergeben.“

Vergebung SündenPsychotherapeutische Aspekte des Vergebungszuspruchs

Vergebung ist das große Thema in der Seelsorge. Jeder Christ braucht einen Seelsorger. Manchmal ist es der Mensch, der bei der Bekehrung den „Hebammendienst“ geleistet hat und mit dem der neue Christ dann verbunden bleibt während seines wachsenden Lebens mit Jesus. Der Seelsorger erklärt ihm den Glauben, ist ihm Vorbild im Leben und im Glauben und beantwortet alle Fragen. Immer wieder bekennt der Christ vor seinem Seelsorger Gott seine Sünden und bekommt die Vergebung zugesprochen. Das sind heilige Stunden, in denen man die eigenen Sünden deutlich sieht und schonungslos beim Namen nennt. Erlöst, befreit und gereinigt geht man von seinem Seelsorger nach Hause. Die göttliche Vergebung hat man handgreiflich erlebt. Manchmal merken das die Lieben, wenn man nach Hause zurückkommt.

Ich bin froh, seit vielen Jahren meine Seelsorgerin zu haben. Wir kennen uns inzwischen sehr gut, sind Freundinnen. Aber immer kann ich sie anrufen oder besuchen, wenn ich eine Not habe. Sie hört meiner Beichte zu und sagt mir im Namen Jesu Vergebung zu. Wohl den Pfarrern und anderen Mitarbeitern in der Gemeinde, die gewohnt sind, Beichten anzuhören und im Namen Gottes Vergebung zuzusprechen.

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Wie wird man mit Versuchung fertig?

Weisse-Schokolade

Es ist noch kein Unrecht, in Versuchung zu kommen, aber es ist Sünde, der Versuchung nachzugeben. »Du kannst nichts dafür, dass Vögel über deinen Kopf fliegen, aber du kannst verhindern, dass sie in deinem Haar nisten!« Dieses bedeutsame Wort sagt zweierlei über die Versuchung: dass jeder versucht wird, aber dass man der Versuchung widerstehen und sie überwinden kann. Da wir uns in diesem Kapitel hauptsächlich mit der Überwindung der Versuchung beschäftigen wollen, sei zunächst ein Wort über die Tatsache der Versuchung gesagt.

Versuchung ist eine allgemeine Erfahrung. Kein Mensch ist davon ausgenommen. »Sie sind allzumal Sünder« (Römer 5, 25), das schließt ein, dass sie alle versucht worden sind, – und alle werden versucht werden, denn »es ist unmöglich, dass nicht Ärgernisse kommen« (Lukas 17, 1). Niemand hat also die Wahl, ob er versucht werden will oder nicht. Daraus folgt, dass Versuchung keine Sünde sein kann, denn für das Unvermeidliche können wir wirklich nicht verantwortlich gemacht werden. Aber es ist Sünde, der Versuchung nachzugeben. Diese wichtige Unterscheidung müssen wir begreifen. Unser Herr selber war in schweren Versuchungen, nicht nur am Anfang, sondern auch während Seines ganzen Wirkens (Matthäus 16, 23; 22, 18; Lukas 22, 28), aber Er war völlig sündlos.

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Mit Jesus erwarten wir das Unerwartete

HonigEs ist heute dasselbe wie damals. Es kommen Menschen zu Jesus, die Hilfe brauchen. Damals waren es die Kranken oder Besessene und ihre Angehörigen, heute leiden die Schwachen vielfach unter der Knechtschaft des Kapitalismus. Die Menschen brauchen neben ihrer Gesundheit vor allem Arbeit, eine Wohnung und Hilfe mit den Behörden im Kampf ums Überleben.

Jesus hat den Menschen schon immer geholfen, es ist jeder eingeladen. Doch was, wenn es ihnen dann besser geht? Welche Erwartung haben wir in unserer Gottesbeziehung? Und was, wenn unsere Erwartung nicht eintrifft?

Die einen haben eine falsche Vorstellung von Gottes Heilsplan. Sie hören, dass Jesus nicht nur äußerlich heilt und sättigt, sondern selbst das Brot ist, an dem wir teilhaben müssen. Und so „zogen sich viele seiner Jünger (!) zurück und gingen nicht mehr mit ihm.“ (Joh 6:66) Auch Petrus musste lernen und annehmen, dass nach Gottes Plan entgegen seiner menschlichen Vorstellungen Jesus leiden und getötet werden musste. (Mt 16:23) Vor Ostern kommt Karfreitag, vor dem Leben das Sterben, vor dem Festmahl das Kreuz. Das gilt noch heute in der Nachfolge.

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Unvermischt mit dem Müßiggang

Traktor„Seid nicht träge in dem, was ihr tun sollt.“ – Römer 12:11

Ein wahrer Jünger dessen, der gesagt hat: »Ich muss wirken, solange es Tag ist«, kann nicht träge sein. Von den wirklichen Christen wird man sagen können: »Sie sind alle an der Arbeit, und sie sind immer an der Arbeit.« Es ist etwas Schreckliches, wenn es mit Recht heißt: »Er geht zwar in die Gebetsstunde, aber zu Haus mag er nicht gern etwas tun.« »Der Mensch ist zur Arbeit geboren, wie der Vogel zum Fliegen,« hat Luther gesagt. Ein Christ mag schwach sein und nicht so viel arbeiten können als sein weltlich gesinnter Nebenmann, aber an Treue in der Arbeit und an Willigkeit zu ihr muss ein Christ unübertrefflich sein.

O mein Leser, welchen Beruf du nach dem Willen Gottes auch haben magst, pflege nicht des Müßigganges, sei nicht träge, sondern sei ein fleißiger Arbeiter, der ständig mit seinem Berufe vor Gott steht. Wie, du willst ein Christ sein und willst nicht arbeiten? Du willst beten und willst nicht wahrhaft treu sein in deinem Beruf? Du willst andere zu Christus führen und willst dich nicht auszeichnen durch tägliche Pflichterfüllung? Dir wird niemals das Größere anvertraut, wenn du nicht im Geringsten treu sein willst. Arbeite, denn in der Arbeit liegt der Segen. Der Faule dreht sich im Bett, wie die Tür in der Angel. Ein schlafender Fuchs fängt keinen Hahn. Wie kannst du dich einen Christen nennen, wenn du nicht auf deinem Posten sein willst; wie kannst du beten, wenn du nicht arbeitest? Tue immer etwas, damit dich der Teufel nicht unbeschäftigt findet. Sei unvermischt mit dem Müßiggang!

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Was der Jugendrichter dem Teenager sagt

Geh heim, mäh den Rasen, putz die Fenster, lern Kochen, bau ein Regal, such dir einen Job, besuch Kranke, mach deine Schulaufgaben – und wenn du damit fertig bist, dann lies ein Buch. Deine Stadt schuldet dir keinen Freizeitpark und deine Eltern schulden dir keinen Spaß. Nicht die Welt schuldet dir das Leben, sondern du schuldest der Welt etwas. Du schuldest ihr Zeit, Energie und Talent, damit dadurch keiner mehr in den Krieg ziehen, keiner mehr allein, keiner mehr krank sein muss. Mit anderen Worten: werd erwachsen, hör auf wie ein nörgelndes Baby zu sein und zeig endlich Rückgrat, nicht Wunschdenken! Beginn endlich eine verantwortungsvolle Person zu sein. Du bist wichtig und du wirst gebraucht! Es ist zu spät um herumzusitzen und auf jemanden zu warten der irgendwas tun soll. Irgendwann ist nämlich jetzt und irgendjemand bist du!

– Jugendrichter auf die resignierende Frage von Teenagern: „Was können wir schon tun?“

Nachfolge ohne Überempfindlichkeit

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Wir können unser Herz selbst überempfindlich machen. Wir können es hätscheln und verwöhnen; und je mehr wir das tun, desto lieber mag es das Herz und desto stärker bemitleiden wir uns selbst. Wir können uns so in etwas hineinsteigern, dass schon der geringste Anlass genügt, um riesige Probleme aufzuwerfen. Wenn wir in einem Dynamitfass ein Streichholz – nur eines – anzünden, dann gibt es eine fürchterliche Explosion. Aber das liegt nicht in erster Linie an dem Streichholz, sondern an dem Fass Dynamit.

Das erkannte der Psalmist (Psalm 73). Er hatte sich in seiner Meinung über die Gottlosen vollkommen geirrt. Er hatte gedacht, sie allein seien die Ursache seiner Probleme. Nun entdeckte er, dass das nicht stimmte. Er selbst hatte sein Herz in diesen törichten Zustand hineingesteigert; er war überempfindlich geworden. Und wenn man in solch einer Verfassung ist, dann genügt schon der kleinste Anlass, um eine Explosion auszulösen. Wir alle wissen, wovon ich rede. Aber erkennen wir auch, wo wir selbst genauso reagieren? Wenn wir mit uns selbst reden, empfinden wir dann auch jedes Mal Mitleid? Wenn ja, dann begehen wir den gleichen Fehler wie der Psalmist. Wir vergrößern die krankhafte Überempfindlichkeit nur noch und können dann mit Sicherheit auf schmerzhafte Erfahrungen gefasst sein.

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Rennen nach immer mehr

Rennen

Vom russischen Schriftsteller Leo Tolstoi stammt die Erzählung „Wie viel Erde braucht der Mensch?“ Sie handelt von einem Großknecht, der von seinem großherzigen Herrn freigelassen wurde. Zusätzlich wollte er ihm noch so viel Land überlassen, wie er von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang umlaufen könnte.

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